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	<title>Transfusionshandbuch - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-20T13:28:09Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisungen_Dokumentation&amp;diff=409</id>
		<title>Dienstanweisungen Dokumentation</title>
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		<updated>2025-06-12T13:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Patientenbezogene Chargendokumentation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Diese Dienstanweisung regelt die nach dem Transfusionsgesetz vom 01.07.1998 bestehende Pflicht zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten (auch Eigenblutspenden) im Rahmen der Krankenhausbehandlung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 14 des Transfusionsgesetzes (TFG) hat die behandelnde ärztliche Person jede Anwendung von Blutprodukten und von gentechnisch hergestellten Plasmaproteinen zur Behandlung von Hämostase-störungen zu dokumentieren oder dokumentieren zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nach dem Beschluss des Vorstandes der Bundesärztekammer vom 17. 12.1993 und § 2 TFG sind folgende Präparate oder Präparategruppen dokumentationspflichtig:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Alpha(1)-Proteinase Inhibitor &lt;br /&gt;
|Gewebekleber (Fibrin) &lt;br /&gt;
|Plasmaproteinlösung &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Antithrombin III &lt;br /&gt;
|Gefrorenes Frischplasma &lt;br /&gt;
|Prothrombinkomplexpräparate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|Prothrombinkomplex mit Faktor &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VIII &lt;br /&gt;
|Humanserum &lt;br /&gt;
|VIII-Inhibitor-Bypass-Aktivität&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor IX &lt;br /&gt;
|Immunglobuline &lt;br /&gt;
|Serumcholinesterase &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Faktor XIII &lt;br /&gt;
|Interferon Alpha &lt;br /&gt;
|Transfer-Faktor &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|C1-Inaktivator &lt;br /&gt;
|Interferon Beta &lt;br /&gt;
|Zellhaltige Blut- und Blutbestandteilkonserven&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fibrinogen &lt;br /&gt;
|Interferon Gamma &lt;br /&gt;
|Lyophilisiertes Plasma&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Dokumentation umfasst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Aufklärung des Patienten über die Transfusion und die Einwilligungserklärung gemäß Patientenrechtegesetz vom Februar 2013&lt;br /&gt;
* das Ergebnis der Blutgruppenbestimmung und des Antikörpersuchtests, soweit die Blutprodukte blutgruppenspezifisch angewendet werden, und die durchgeführten Untersuchungen (z.B. serologische Verträglichkeitsprobe = Kreuzprobe, Bedside-Test)&lt;br /&gt;
* das Anforderungsformular (wird vom Blutdepot bei EK, TK und TP und von der Apotheke bei Faktorenkonzentraten und i.v. Immunglobulinen aufbewahrt) &lt;br /&gt;
* die anwendungsbezogenen Wirkungen der Blutprodukte (z.B. Hämatokrit, Thrombozytenzahl) und die unerwünschten Ereignisse infolge der Anwendung von Blutprodukten&lt;br /&gt;
* die produkt- und die patientenbezogene Chargendokumentation&lt;br /&gt;
* Sonderfall Behandlung von Hämophiliepatienten (geregelt in §14 Absatz 3a TFG) :         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Die Einrichtungen der Krankenversorgung, die behandlungsbedürftige Hämophiliepatienten zeitlich begrenzt im Rahmen eines stationären oder ambulanten Aufenthalts behandeln, übermitteln der hämophiliebehandelnden ärztlichen Person Angaben über den Anlass der Behandlung mit Blutprodukten und Plasmaproteinen im Sinne von Absatz 1 sowie ihre Dokumentation nach Absatz 2.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link zum Deutsche Hämophilieregister:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.pei.de/DE/regulation/melden/dhr/dhr-node.html&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufklärung, Einwilligungserklärung und Indikation ==&lt;br /&gt;
Dies liegt im Verantwortungsbereich des transfundierenden Arztes. Die Aufklärung und Einwilligungs-erklärung sind in der Krankenakte zu dokumentieren. Häufigkeit, Art und Umfang der Aufklärung sind in der DA: „Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutprodukten“ festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Indikation für die Transfusion ist in der Patientenakte zu dokumentieren. Falls die Indikationsstellung von den Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten abweicht (www.wbbaek.de), ist dies schriftlich zu begründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blutgruppenbestimmung und sonstige durchgeführte Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der Blutgruppenbestimmung und sonstiger immunhämatologischer Untersuchungen, wie z.B. Antikörpersuchtest, Antikörperidentifizierung, direkter Coombstest, serologischer Verträglichkeitsprobe etc. werden vom Funktionsbereich Zentrallabor in einer EDV-Datei dokumentiert und aufbewahrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zuständige Arzt erhält die entsprechenden Blutgruppen- und immunhämatologischen Befunde zum Verbleib in der Krankenakte. Das Ergebnis der serologischen Verträglichkeitsprobe wird auf dem Konservenbegleitzettel mitgeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis des AB0-Identitätstestes (Bed Site-Test) ist vom transfundierenden Arzt durch Eintrag in der Patientenakte oder auf dem EK-Begleitschein oder dem Transfusionsprotokoll zu dokumentieren. Der leere Blutbeutel mit dem Transfusionsbesteck wird in einer Umverpackung (Kunststoffbeutel) 24 Stunden im Kühlschrank des Labors gelagert und anschließend entsorgt. Die Lagerung und Entsorgung von Blutprodukten erfolgt ausschließlich im Labor.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen und unerwünschte Ereignisse infolge der angewendeten Blutprodukte ==&lt;br /&gt;
Die Dokumentation der Wirkungen und unerwünschten Ereignisse dient in erster Linie der Qualitätssicherung, dem interdisziplinären Informationsaustausch über erwünschte und unerwünschte Wirkungen und den Unterrichtungspflichten nach § 16 des TFG. Die Unterrichtungspflichten legen fest, dass unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit der Anwendung von Blutprodukten und gentechnologisch hergestellten Gerinnungspräparaten unverzüglich dem Transfusionsbeauftragten oder -verantwortlichen bzw. der Apotheke zu melden sind. Der Transfusionsverantwortliche und der Apotheker unterrichten ihrerseits den pharmazeutischen Unternehmer und im Falle des Verdachts einer schweren Nebenwirkung die zuständige Bundesoberbehörde. Bei Verdacht auf Infektionen infolge der Verabreichung von Blutprodukten veranlasst der Transfusionsverantwortliche das entsprechende Rückverfolgungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkt- und die patientenbezogene Chargendokumentation ==&lt;br /&gt;
Die Chargendokumentation ist für die Rückverfolgung von Infektionsereignissen, die in einen Zusammenhang mit der Gabe von Blutprodukten gestellt wurden, erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle chargendokumentationspflichtigen Präparate werden von Seiten der Apotheke mit einem entsprechenden Aufkleber versehen. Es wird zwischen der produkt- und der patientenbezogenen Chargendokumentation unterschieden. Die produktbezogene Chargendokumentation erfolgt über EDV (Apotheke und Zentrallabor), die patientenbezogene Dokumentation in der Patientenakte und EDV (Orbis) auf Station.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Produktbezogene Chargendokumentation&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Die produktbezogene Chargendokumentation für alle vom Blutdepot ausgegebenen Erythrozyten-konzentrate, gefrorenen Frischplasmen und Thrombozytenkonzentrate erfolgt durch den Funktionsbereich Zentrallabor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die produktbezogene Chargendokumentation für alle von der Apotheke ausgegebenen intravenös zu verabreichenden Blutprodukte und Gerinnungspräparate erfolgt durch die Apotheke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die produktbezogene Chargendokumentation für verabreichte Seren und Immunglobuline (Passiv-Impfstoffe), sowie für Interferone, Humanalbuminlösungen, Plasmaproteinlösungen, Fibrinkleber und Transferfaktoren erfolgt durch den verabreichenden Arzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Patientenbezogene Chargendokumentation&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Für die patientenbezogene Chargendokumentation ist ausschließlich der transfundierende bzw. behandelnde Arzt zuständig. Alle dokumentationspflichtigen Blutprodukte und Präparate sind unverzüglich von ihm oder unter seiner Verantwortung in der Krankenakte und EDV (Orbis) mit folgenden Angaben zu dokumentieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Chargenbezeichnung oder Präparate-Nummer (bei EK, TK, TP) &lt;br /&gt;
# Pharmazentralnummer oder&lt;br /&gt;
#* Bezeichnung des Präparates &lt;br /&gt;
#* Name oder Firma des pharmazeutischen Unternehmers &lt;br /&gt;
#* Menge und Stärke &lt;br /&gt;
# Datum und Uhrzeit der Anwendung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben sind ebenfalls im „Rückschein Blutprodukte“ (s. Intranet Curator - Apotheke) der Apotheke zu dokumentieren. Die Chargennummer ist einzuscannen. Alle Stationen und Abteilungen verfügen über einen Barcodescanner. Das Formular muss vom Arzt vidiert sowie die Verabreichung in der Fieberkurve unter „Medikamente“ dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Übersicht stellt die unterschiedlichen Zuständigkeiten im Rahmen der produkt- und der patientenbezogenen Chargendokumentation zusammen und ist ggf. im „Anforderungsschein Blutprodukte“ (s. Intranet UEK Mitarbeiterportal – Apotheke) der Apotheke aktualisiert. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präparat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;zuständig für produktbezogene Chargendokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;zuständig für patientenbezogene Chargendokumentation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|vom Blutdepot ausgegebene&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erythrozytenkonzentrate&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Thrombozytenkonzentrate&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Therapeutische Plasmen&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
Blutdepot&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
transfundierender Arzt (Krankenakte)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|von der Apotheke ausgegebene &lt;br /&gt;
* Gerinnungsfaktoren &lt;br /&gt;
* Inhibitoren &lt;br /&gt;
* i.v. zu verabreichende Immunglobuline&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
Apotheke&lt;br /&gt;
|  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
transfundierender Arzt (Krankenakte)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|alle im OP-, Stations- und Ambulanzbereich gegebenen Blutprodukte &lt;br /&gt;
* alle i.m. und einige i.v. zu verabreichende Immunglobuline (Passiv-Impfstoffe) &lt;br /&gt;
* Fibrinkleber &lt;br /&gt;
* Interferone &lt;br /&gt;
* Transferfaktoren &lt;br /&gt;
* Humanalbuminlösungen &lt;br /&gt;
* Serumproteinlösungen &lt;br /&gt;
* Rhesogam&lt;br /&gt;
* Tetagam&lt;br /&gt;
* Hepatitis-Serumprophylaxe&lt;br /&gt;
|    &lt;br /&gt;
transfundierender Arzt&lt;br /&gt;
|   &lt;br /&gt;
transfundierender Arzt (Krankenakte)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbewahrung der Aufzeichnungen ==&lt;br /&gt;
Die Aufzeichnungen, einschließlich der EDV-erfassten Daten, müssen 30 Jahre lang aufbewahrt werden. Sie müssen zu Zwecken der Rückverfolgung unverzüglich verfügbar sein. Die Aufzeichnungen sind zu vernichten oder zu löschen, wenn eine Aufbewahrung nicht mehr erforderlich ist. Werden die Aufzeichnungen länger als dreißig Jahre aufbewahrt, sind sie gemäß § 14 TFG zu anonymisieren.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=401</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
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		<updated>2025-03-13T08:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder AB&lt;br /&gt;
|B oder AB&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0, A, B oder AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das FFP/GFP für den betreffenden Empfänger bestimmt ist, die Blutgruppe des FFP/GFP (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers entspricht oder zumindest kompatibel ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Darüber hinaus müssen das Verfallsdatum und die Unversehrtheit des Blutbehältnisses überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine serologische Verträglichkeitsprobe entfällt. Eine AB0-Kontrolle beim Patienten (Bedside-Test) ist jedoch unbedingt erforderlich. Der Rhesusfaktor bleibt bei Plasmatransfusionen unberücksichtigt. Eine Immunisierung ist mit Bildung von Anti-D-Antikörpern in seltenen Fällen durch die Erythrozytenreste im Plasma jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion des FFP/GFP erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170 - 230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere FFP/GFP verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnete („angestochene“) FFP/GFP sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Dem FFP/GFP dürfen keine Medikamente zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen. Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restplasma und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 6 °C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. TPZ, PTT) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
Das an der UEK Aurich-Norden üblicherweise verwendete FFP/GFP ist quarantänegelagertes Plasma vom Einzelspender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volumina pro Transfusionseinheit liegen zwischen 200 - 250 ml (einschließlich Antikoagulanzlösung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
In gefrorenem Frischplasma sind alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthalten, deren Aktivität bei konstanter Lagerungstemperatur (&amp;lt;- 30°C) entsprechend der ausgewiesenen Haltbarkeitsdauer des Präparates erhalten bleibt. Die Präparate müssen zumindest Raumtemperatur erreichen, damit die (pharmakologisch aktiven) Gerinnungsfaktoren in Lösung gehen. Die Beutel sind gewissenhaft auf Folienrisse zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und nach den Ergebnissen gerinnungs-physiologischer Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Faustregel zur Dosierung:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1 ml FFP/GFP /kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 - 2%&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d.h. 1 FFP/GFP (200 ml) erhöht die TPZ bei einem 70 kg-Patienten nur um ca. 4 %.&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;FFP/GFP sollte schnell infundiert werden. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 - 4 FFP/GFP -Einheiten erforderlich. Eine Volumenüberlastung ist zu vermeiden. Werden mehr als 50 ml/min beim Erwachsenen appliziert, ist eine zusätzliche Kalziumgabe erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Grundsätzlich sollten blutungsbedingte Gerinnungsstörungen allerdings gezielt therapiert werden!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP:&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Volumenbelastung, Zitratintoxikation&lt;br /&gt;
# allergische bzw. anaphylaktoide Reaktionen&lt;br /&gt;
# transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom) (häufigste und gefährlichste unerwünschte Wirkung!)&lt;br /&gt;
# Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ [https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/arzneimittelsicherheit-node.html Arzneimittelsicherheit - Paul-Ehrlich-Institut] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chargendokumentation ==&lt;br /&gt;
Bei den vom Blutdepot ausgegebenen FFP/GFP’s sind die Präparatenummern zusammen mit dem Transfusionsdatum in die Krankenakte einzutragen (= patientenbezogene Chargendokumentation). Die produktbezogene Chargendokumentation erfolgt durch das Blutdepot in der EDV. Ein Eintrag in die EDV der Apotheke ist nicht erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indikation ==&lt;br /&gt;
Die Indikation für die Verabreichung von FFP/GFP ist auf dem FFP/GFP -Begleitschein zu dokumentieren. Falls die Indikationsstellung von den Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten abweicht, ist dies zu begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;FFP/GFP-Gabe empfohlen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei schwerem akuten Blutverlust und manifesten oder drohenden mikrovaskulären Blutungen in einer Dosierung von 15 – 20 ml/kg KG (= 5 TP bei 70 kg Patient)&lt;br /&gt;
* bei Patienten mit DIC und Koagulopathie und Quickwerten &amp;lt; 50 % und/oder Fibrinogenspiegeln &amp;lt; 100 mg/dl und schweren Blutungen in einer Dosierung von 20 ml/kg KG&lt;br /&gt;
* bei Pat. mit akuter TTP oder adultem HUS bis die Thrombozytenzahl &amp;gt; 100.000 /μl liegt im Rahmen eines täglichen Plasmaaustausches&lt;br /&gt;
* bei Pat. mit schwerem angeborenen FV-Mangel (Restaktivität &amp;lt; 5%) perioperativ, im Rahmen invasiver Eingriffe oder im Falle schwerer Blutungen in einer Dosierung von 15 – 20 ml/kg KG Ziel 15 – 20% Aktivität der Faktoren&lt;br /&gt;
* bei Pat. mit schwerem bzw. leichtem angeborenen FXI-Mangel und schwerer Blutungsneigung perioperativ oder im Rahmen invasiver Eingriffe, wenn lokale Maßnahmen (z.B. Fibrinkleber, Desmopressin oder Antifibrinolytika zur Blutstillung nicht ausreichen, in einer Dosierung von 20 ml/kg KG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Die Gabe von FFP/GFP ist nicht angezeigt&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* prophylaktische Plasmagabe bei akutem Leberversagen ohne Blutungskomplikationen zur Besserung der Diagnose&lt;br /&gt;
* prophylaktische Plasmagabe vor Leberpunktion, Parazentese, Thorakozentese oder Punktion zentraler Venen bei Patienten mit Hepatopathie oder Koagulopathie&lt;br /&gt;
* akute Pankreatitis&lt;br /&gt;
* Plasmatausch bei Guillain-Barre-Syndrom&lt;br /&gt;
* prophylaktisch postoperativ bei Patienten mit kardiopulmonalen Bypass-Operationen mit Quickwerten &amp;gt; 50 % und Fibrinogenspiegeln &amp;gt; 100 mg/dl.&lt;br /&gt;
* als Volumenersatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Kontraindikationen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Patienten mit Plasmaunverträglichkeit, z.B. bei IgA-Mangel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisungen_Durchf%C3%BChrung&amp;diff=400</id>
		<title>Dienstanweisungen Durchführung</title>
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		<updated>2025-03-13T08:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Auswahl der EK */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von EK setzt voraus, dass dem Blutdepot die Blutgruppe und das Ergebnis des Antikörpersuchtests des Patienten bekannt sind. Im Regelfall müssen vor allen invasiven und operativen Eingriffen, bei denen die Möglichkeit eines transfusionsbedürftigen Blutverlustes besteht, ein gültiger Befund der Blutgruppenbestimmung und ein aktuellesErgebnis des Antikörpersuchtests des zuständigen Laboratoriums vorliegen. Dies bedeutet, dass bei Patienten, bei denen die Möglichkeit einer Bluttransfusion besteht, die Blutgruppenbestimmung mit AKS zum frühst möglichen Zeitpunkt (= i. d. R. der Aufnahmetag) angefordert werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von EK erfolgt für jeden Empfänger schriftlich - mit Arztunterschrift! - unter Angabe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der klinischen Diagnose&lt;br /&gt;
* der Medikamente, die die Verträglichkeitsprobe beeinträchtigen (z.B. Plasmaexpander, Heparin in therapeutischer Dosierung, Antibiotika) &lt;br /&gt;
* der Transfusionsanamnese (wichtig: Ist der Patient vortransfundiert? Ist die Patientin schwanger?)&lt;br /&gt;
* ggf. vorausgegangener Stammzelltransplantationen&lt;br /&gt;
* sind Fremdbefunde bekannt (ganz wichtig:  andere bekannte Antikörper!)&lt;br /&gt;
* der zeitlichen Dringlichkeit bzw. des vorgesehenen Transfusionstermins&lt;br /&gt;
* durch den bestellenden Arzt. &lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |Achtung: In diesen Fällen ist eine enge Absprache mit dem immunhämatologischen Labor/ Laborleiter erforderlich, dass sich Voraussetzungen ändern, z.B. Wegfall der 3-Tage-Regel und vor jeder Transfusion Kontrolle von AKS (Antikörpersuchtest) und DCT (direkter Coombs-Test).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Für den bei operativen/invasiven Eingriffen zu erwartenden Transfusionsbedarf ist rechtzeitig eine entsprechende Anzahl – auch unter Berücksichtigung evtl. Komplikationen – kompatibler Blutprodukte bereitzustellen. Über die Zahl der bereitzustellenden EK bei Standardoperationen gibt die klinikspezifische Liste Auskunft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rechtzeitig&#039;&#039;&#039; bedeutet bei geplanten Eingriffen oder Routinetransfusionen eine EK-Anforderung am &#039;&#039;&#039;Vortag vor 14 Uhr&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Blutproben, die zur transfusionsserologischen Untersuchung erforderlich sind, müssen stets - auch im Notfall - eindeutig beschriftet sein, d.h. mit einem vollständigen Patientenetikett oder zumindest leserlich mit Name, Vorname, Geburtsdatum und Einsender. Der anfordernde Arzt ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich, auch wenn er die Entnahme nicht selbst vorgenommen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung der serologischen Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe) wird jeder Konserve ein Begleitschein beigefügt, auf dem die vollständigen Patientendaten, die Nummer des EK, das Ergebnis der Kreuzprobe und evtl. weitere Informationen vermerkt sind. Der Begleitschein darf bis zur Entsorgung des leeren Beutels bzw. bis zur Rückgabe an das Blutdepot nicht von der Konserve getrennt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dauer der Gültigkeit der Kreuzprobe ==&lt;br /&gt;
Das Blut für die Kreuzprobe muss nach Entnahme unverzüglich ins Blutdepot geschickt werden und darf nicht auf Station gelagert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit einer Verträglichkeitsprobe bereitgestellten Erythozytenkonzentrate werden in der Regel (vorbehaltlich Sonderabsprachen) 3 Tage für den Patienten reserviert, z.B. von Freitag bis Montagabend 23:59 Uhr. Nach Ablauf der Frist werden die Konserven automatisch aus der Bereitstellung zurückgezogen und stehen nicht mehr für den Patienten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen muss, wenn z.B. drei Erythrozytenkonzentrate „gekreuzt“ und für verträglich befunden wurden, von denen dann eines gegeben wurde, die Verträglichkeitsprobe („Kreuzprobe“) nach spätestens 3 Tagen wiederholt werden, da die Gabe des ersten Konzentrates möglicherweise zur Antikörperbildung geführt haben könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mögliche Immunisierung ist auch der Grund dafür, dass Blutproben für jede neue Anforderung frisch entnommen werden müssen. Blutabnahmen „auf Vorrat“ mit Lagerung der Blutproben im Stationskühlschrank sind nicht zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Notfällen ist ein „Nachkreuzen“ von Erythrozytenkonzentraten mit im Labor vorhandenen Patientenproben am gleichen Tag möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von EK ==&lt;br /&gt;
Die Dosierung von EK richtet sich nach dem angestrebten Zweck und muss dem Grundsatz folgen „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Bei einem normalgewichtigen Erwachsenen ohne gesteigerten Erythrozytenumsatz ist nach Übertragung eines EK mit einem Anstieg des Hb-Wertes um etwa 1 g/dL bzw. des Hk-Werts um etwa 3 – 4 % zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der EK ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl der für den Patienten geeigneten EK erfolgt durch MTAs des Immunhämatologischen Labors, entsprechend den Vorgaben des Laborleiters. EKs werden grundsätzlich AB0-gleich transfundiert, so diese zur Verfügung stehen, ansonsten AB0 kompatibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter ist ebenfalls die Rhesusformel und der Kellfaktor K/k kompatibel zu beachten, damit eine Immunisierung ausgeschlossen wird. In bestimmten Fällen kann von diesen Vorgaben abgewichen werden; Hinweise dazu finden sich dann jeweils auf dem Konservenbegleitschein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorauswahl durch das Labor entlässt jedoch nicht den transfundierenden Arzt aus der Verantwortung, die Konservenauswahl auf Richtigkeit bzw. Kompatibilität hin zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rh-negativen Kindern und Frauen im gebärfähigen Alter sollten ausschließlich Rh-negative EK transfundiert werden (Ausnahme: lebensbedrohliche Situation). Wegen des relativen Mangels an Rh-D-negativem Blut kann gelegentlich die Transfusion von Rh-D-positivem Blut auf Rh-D-negative, nicht immunisierte männliche Patienten und Frauen im nicht gebärfähigen Alter nötig sein. Dies führt bei einem Teil der Patienten zur Bildung von Anti-D-Antikörpern.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |Achtung: In diesen Fällen ist eine enge Absprache mit dem immunhämatologischen Labor/ Laborleiter erforderlich, dass sich Voraussetzungen ändern, z.B. Wegfall der 3-Tage-Regel und vor jeder Transfusion Kontrolle von AKS (Antikörpersuchtest) und DCT (direkter Coombs-Test).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Bei der notfallmäßigen Transfusion von Rh-positivem Blut auf Rh-negative Empfänger ist dies im Entlassungsbericht (Arztbrief) des Patienten dem Hausarzt mitzuteilen. Neben dem Hinweis auf das Auftreten eines beschleunigten EK-Abbaus mit Ikterus (Hb-Abfall), muss darauf hingewiesen werden, dass eine Nachuntersuchung auf Antikörperbildung ca. 2 - 4 Monate nach erfolgter Transfusion veranlasst werden muss. In bis zu 50% der Fälle ist mit einer Anti-D-Antikörperbildung zu rechnen. Bei Antikörpernachweis muss dem Patienten im Hinblick auf zukünftige Transfusionen ein Nothilfepass ausgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verträglichkeit AB0-ungleicher, plasmaarmer Erythrozytenkonzentrate&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des Erythrozytenkonzentrates&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder 0&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Zur patientenbezogenen Dokumentation wird der Konservenbegleitschein mit Angabe von Uhrzeit und Datum der Transfusion sowie die Kreuzprobenprotokolle in die Patientenakte geheftet. Die chargenbezogene Dokumentation von Erythrozytenkonzentraten erfolgt in der EDV im immunhämatologischen Labor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positiver Ausfall der serologischen Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe)/des Antikörpersuchtests ==&lt;br /&gt;
Gelegentlich finden sich positive serologische Verträglichkeitsproben, die entweder bedingt durch die Grunderkrankung oder aus anderen Gründen, reaktiv sind. In diesen Fällen werden mehrere Untersuchungen vorgenommen, um die Ursache dafür abzuklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der positive oder unklare Befund wird in der Labor-EDV dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Jeder positive oder unklare Befund muss durch Einsendung des entsprechenden Patientenblutes vom zuständigen Referenzlabor (Blutspendedienst Oldenburg/Bremen) abgeklärt werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitverzögerungen sind einzuplanen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgabe und Annahme von Blutkomponenten an andere Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
Die Verantwortung für die Qualität und Unbedenklichkeit der vom Blutspendedienst gelieferten Blutprodukte (=Arzneimittel) liegt beim DRK Blutspendedienst. Die Abgabe und Annahme von Blutkomponenten vom Blutdepot in Aurich - Norden an ein anderes Krankenhaus oder Ärzte ist &#039;&#039;&#039;nur in Notfällen&#039;&#039;&#039; und unter Einhaltung der Dokumentation zulässig. Elektive Abgabe oder Annahme ist &#039;&#039;&#039;nicht zulässig&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Standard- EK&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Das üblicherweise verwendete „Standard-EK“ ist ein leukozyten-depletiertes EK in Additivlösung, bei dem durch spezielle Leukozytenfilter bei der Herstellung (in-line-Filtration) die Leukozyten weitestgehend und die Thrombozyten zu einem großen Teil entfernt wurden. Leukozyten-depletiertes EK gelten als sicher bezüglich der Übertragung von CMV und verhindern eine Immunisierung gegen Histokompatibilitätsantigene. Das Volumen beträgt 200 - 350 ml bei einem Hämatokrit von 50 – 70 %. Die Lagerungsfähigkeit beträgt bei 2 – 6 °C je nach verwendeter Additivlösung bis maximal 49 Tage.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaa; border-left: 10px solid #36c; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |Siehe hierzu Fachinfo Erythrozytenkontentrat FNZ und Erythrozytenkonzentrat VBF unter https://www.blutspende-leben.de/medizinische-fachkreise/vorschriften-transfusionsmedizin&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Spezielle EK&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Gewaschene EK&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gewaschenen EK wird das Plasma durch mehrmaliges Aufschwemmen und Zentrifugieren weitestgehend entfernt. Gewaschene EK sind nur noch in sehr seltenen Fällen indiziert, nämlich bei nachgewiesener Unverträglichkeit gegen Plasmaproteine oder bei IgA-Mangel mit Antikörpern gegen IgA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewaschene EK müssen unverzüglich transfundiert werden. Wegen der seltenen Indikation ist immer die telefonische Rücksprache mit dem Blutdepotleiter erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bestrahlte EK&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der seltenen Indikation ist immer die telefonische Rücksprache mit dem Blutdepotleiter erforderlich. Zur Vermeidung von Graft-versus-Host-Reaktionen bei besonders gefährdeten Empfängern sollten alle Blutkomponenten mit ionisierenden Strahlen (empfohlene Dosis: 30 Gy) behandelt werden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(s. https://www.blutspende-leben.de/medizinische-fachkreise/vorschriften-transfusionsmedizin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indikationen für bestrahlte Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentrate sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* alle Blutkomponenten bei transplantierten oder bei Hochdosis-Chemotherapie&lt;br /&gt;
* einige Tumortherapie, z.B. Hodgkin-Lymphomen&lt;br /&gt;
* alle HLA-ausgewählten Blutkomponenten&lt;br /&gt;
* Granulozytenkonzentratepräparate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(siehe Vorgaben in den Leitlinien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten für die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* intrauterine Transfusion&lt;br /&gt;
* Transfusion von Neugeborenen bei Verdacht auf Immundefizienz&lt;br /&gt;
* Transfusion bei allogener Stammzell-/Knochenmarktransplantation&lt;br /&gt;
* Transfusion (7 – 14 Tage) vor autologer Blutstammzellentnahme&lt;br /&gt;
* Transfusion bei autologer Stammzell-/Knochenmarktransplantation (ca. 3 Monate nach Transplantation)&lt;br /&gt;
* Transfusion bei schwerem Immundefektsyndrom oder Patienten mit AIDS&lt;br /&gt;
* Transfusion bei Morbus Hodgkin (alle Stadien)&lt;br /&gt;
* Therapie mit Purin-Analoga (Fludarabin, Cladrabin, Deoxycoformycin)&lt;br /&gt;
* Therapie mit Anti-T-Lymphozyten-Antikörpern (Alemtuzumab, ATG/ALG)&lt;br /&gt;
* Transfusion bei Hochdosis-Chemotherapie bei Leukämien, malignen Lymphomen und soliden Tumoren&lt;br /&gt;
Die seit 01.10.2001 vorgeschriebene Leukozytendepletion reicht &#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; aus, um Posttransfusions-GVHD zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Für die Transfusion sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht unter besonderer Abwägung der Risiken zu beachten. Besteht bei planbaren Eingriffen die Wahrscheinlichkeit von mindestens 10 % für die Notwendigkeit einer Transfusion, ist der Patient über das Risiko allogener Bluttransfusionen aufzuklären und rechtzeitig auf die Möglichkeit der Anwendung autologer Hämotherapieverfahren (Eigenblutspende) hinzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufklärungsgespräch, das mindestens einmal während des stationären Aufenthalts oder der ambulanten Behandlung eines Patienten erfolgen muss, sowie die Einwilligungserklärung des Patienten zu der beabsichtigten Transfusion sind schriftlich zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EK dürfen erst &#039;&#039;&#039;unmittelbar vor der Transfusion&#039;&#039;&#039; aus dem Blutdepot abgeholt werden. Die Transfusion der EK sollte ohne Zeitverzögerung nach Abholung aus dem Blutdepot begonnen werden. Ist eine Verzögerung der Transfusion absehbar, &#039;&#039;&#039;so ist die EK-Transfusion innerhalb von 6h nach Ausgabe abzuschließen!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blutkomponenten und Plasmaderivate dürfen nicht auf den Stationen gelagert werden!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eine Rücknahme von nicht angewendeten Blutprodukten ist nicht möglich, in Ausnahmefällen nur nach Rücksprache mit dem ärztlichen Blutdepotleiter.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EK, die nicht oder nicht vollständig transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ein Bedside-Test am Patientenbett durchgeführt wurde&lt;br /&gt;
* ob das EK für den betreffenden Empfänger bestimmt ist,&lt;br /&gt;
* die Blutgruppe des EK (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers und dem Bedside-Test kompatibel ist und den Angaben entspricht, und ob die Konservennummer/n mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Verfallsdatum und die Gültigkeit der Verträglichkeitsprobe überprüft und&lt;br /&gt;
* das EK einer optischen Qualitätsprüfung unterzogen werden. Dabei ist vor allem auf die Unversehrtheit des Blutbeutels, die Farbe des Konzentrats, evtl. Koagelbildung, Verfärbungen und Hämolyse im Schlauchsegment zu achten.&lt;br /&gt;
* Für die Transfusion ist unbedingt ein Transfusionsbesteck (Filter 170-230 μm) zu verwenden (kein Infusions-Set). Beim System Sangofix mit 200 μm Filter der Firma Braun Melsungen erfolgt die Entlüftung der Tropfkammer anterograd, im Gegensatz zu dem System HEMASID-Duoplus mit retrograder Füllung der Tropfkammer. Über ein Transfusionsbesteck dürfen mehrere gleiche Produkte unter &amp;lt;u&amp;gt;Wahrung der Sterilität&amp;lt;/u&amp;gt; innerhalb von 6 Stunden in Folge transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Empfängern, die namentlich nicht identifiziert werden können, müssen die Personalien durch andere Angaben (s. unter Anforderung Blutgruppenbestimmung) ersetzt werden, die eine eindeutige Identifikation erlauben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |Unmittelbar vor der Transfusion von Blutkomponenten ist vom transfundierenden Arzt oder unter seiner direkten Aufsicht der AB0-Identitätstest (Bedside-Test) unmittelbar am Empfänger (nicht im Stationszimmer!) vorzunehmen. Er dient der Bestätigung der zuvor bestimmten AB0-Blutgruppenmerkmale des Empfängers. Das Ergebnis ist schriftlich in der Krankenakte zu dokumentieren, z.B.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bedside-Test durchgeführt, Ergebnis: Patient: Blutgruppe 0 / Konserve, Nr. 99054321: Blutgruppe 0 &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus hygienischen Gründen darf keinesfalls die Original-Testkarte in die Krankenakte eingeheftet werden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |Bei Unstimmigkeiten mit den Begleitpapieren oder dem Bedside-Test soll zunächst nicht transfundiert werden; das Immunhämatologische Labor ist umgehend zu befragen und eine Diskrepanz abzuklären.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Testkarte vor Durchführung des Bedside-Tests auf Raumtemperatur erwärmen. Auf Fehlablesungen infolge von Blutgerinnseln ist zu achten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion der EK erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170-230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere EK verabreicht werden. Eröffnete („angestochene“) EK sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten dürfen vom Anwender keine Medikamente bzw. Infusionslösungen beigefügt werden. Das Anwärmen von EK (max. + 40 °C) beschränkt sich auf spezielle Indikationen (Massivtransfusionen mit &amp;gt; 50 ml EK pro Minute, Transfusionen bei Neugeborenen, Transfusionen bei Patienten mit hochtitrigen Kälteantikörpern). Hierzu bedarf es zugelassener, zertifizierter Anwärmgeräte. Behelfsmäßige Maßnahmen zum Auftauen und Anwärmen von Blutkomponenten (Wasserbad o.ä.) sind unter keinen Umständen statthaft. Angewärmte EK müssen unverzüglich transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaa; border-left: 10px solid #36c; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&#039; Es entstehen mehr unerwünschte Transfusions-Reaktionen durch Prozeduren zum Anwärmen als Nebenwirkungen verhindert werden. Ansonsten werden EKs grundsätzlich nicht angewärmt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Bezüglich des Anhängens einer zweiten und weiterer Blutkomponenten bei zeitlich unmittelbar nacheinander transfundierten Konserven siehe unter Aufgaben des Pflegedienstes. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #aaa; border-left: 10px solid #36c; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; |Beachte: Die Tätigkeit kann ggf. delegiert werden, die Verantwortung vor und während der Transfusion bleibt immer beim Arzt!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restblut und dem Transfusionsbesteck kontaminationssicher abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 –8 °C im Labor aufzubewahren. Anschließend wird es im Labor entsorgt. Der Transfusionsbericht des Konservenbegleitscheins ist vom Arzt auszufüllen, zu unterzeichnen und in der Patientenakte abzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ein ambulanter Empfänger entlassen wird, ist sorgfältig auf Symptome zu achten, die auf eine unerwünschte Reaktion hinweisen können. Der Empfänger ist über mögliche, später eintretende Symptome aufzuklären. Die Wirkung der EK-Transfusion ist im Regelfall durch eine Hb- bzw. Hk-Messung zu dokumentieren.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Einleitung&amp;diff=388</id>
		<title>Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Einleitung&amp;diff=388"/>
		<updated>2025-02-26T11:12:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;h2&amp;gt;Qualitätsmerkmale und –ziele für die klinische Anwendung von Blutpräparaten&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anwendung von Blutpräparaten an der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich-Norden gGmbH entspricht der von der Bundesärztekammer geforderten wirksamen, gezielten und sparsamen Hämotherapie und ist durch folgende Qualitätsmerkmale gekennzeichnet: &lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;hohe Sicherheit und Verträglichkeit der transfundierten Blutpräparate&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;hohe Effizienz durch strenge Indikationsstellung, gezielte Anforderung und sachgerechten Umgang mit Blutpräparaten&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;schnelle Bereitstellung von Blutpräparaten in Notfallsituationen&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;strikte Beachtung der gesetzlichen Vorschriften z.B. bezüglich Aufklärung, Dokumentation und Meldepflichten&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Qualitätsziele für die Hämotherapie an der Ubbo-Emmius-Klinik gGmbH sind==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;eine lückenlose patienten- und produktbezogene Chargendokumentation&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;das Vorliegen einer ausreichenden Aufklärung und der schriftlichen Einverständniserklärung des Patienten vor oder der Gabe von Arzneimitteln, die nach den Vorgaben des Paul- Ehrlich-Instituts (PEI), chargenpflichtig sind.&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;Überwachung der Kühl- und Gefriereinrichtungen, die bei der Lagerung von Blutprodukten verwendet werden&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;den Anteil der verworfenen Blutpräparate zu den transfundierten Blutpräparaten gering zu halten&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;durch protektive Maßnahmen Fehltransfusion durch Verwechslung zu vermeiden&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ziele dieses Handbuchs werden regelmäßig durch den Qualitätsbeauftragten Hämotherapie (QBH) der Klinik für die Anwendung von Blutpräparaten im Rahmen von Audits / Selbstinspektionen überprüft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Aufgaben und Themen des Qualitätsmanagementhandbuchs (QMH)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende QMH dient dem Zweck, die Qualitätssicherungsmaßnahmen zu beschreiben und die Einhaltung der Qualitätsziele sicherzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das QMH legt daher folgendes fest: &lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Qualifikation und die Aufgaben der Personen, die im engen Zusammenhang mit der Anwendung von Blutprodukten tätig sind,&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;die einheitliche Organisation der Vorbereitung und Durchführung von chemotherapeutischen &lt;br /&gt;
Maßnahmen&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Grundsätze für die patientenbezogene Qualitätssicherung&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Dokumentation der Hämotherapie&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Qualitätssicherungssystems&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/bR&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diesem Zweck dienen die im Anhang aufgeführten Verfahrens- oder Arbeitsanweisungen (VA oder AA) bzw. der Hygieneplan (s. Intranet -  Hygiene – Labor). Diese Anweisungen besitzen den Charakter einer Dienstanweisung und sind von allen Beteiligten zu befolgen; Abweichungen von der Vorgabe sind durch die durchführenden Personen erklärend zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dienstanweisungen wurden vom Transfusionsverantwortlichen (TV) der Klinik erstellt und werden, entsprechend den Vorgaben der Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie), in der Transfusionskommission (TK) beschlossen und sind danach verbindlich. Ausgenommen hiervon sind a) therapeutische Entscheidungen, z.B. Menge der verwendeten EK pro Therapie, die in der Verantwortung der jeweiligen Chefärzte der Behandlungseinheiten liegen, und b) die inhaltliche Vorgehensweise zu immunhämatologischen Laboruntersuchungen, die in der Verantwortung des immunhämatologischen Laborleiters liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dienstanweisungen werden revidiert, wenn neue gesetzliche Vorgaben oder Empfehlungen vorliegen oder eine Anpassung an neue Erfordernisse und Entwicklungen auf Beschluss der Transfusionskommission erforderlich ist. Die Anwendung wird durch den QBH in Audits überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Dienstanweisungen sind für alle Ärzte der Klinik und die Personen, die im engen Zusammenhang mit der Anwendung von Blutprodukten tätig sind, verbindlich. Darüber hinaus sind das Transfusionsgesetz und die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) in vollem Umfang zu beachten. Die Hämotherapie-Richtlinien und die Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten sind im Intranet der Klinik einsehbar. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überwachung des Qualitätssicherungssystems und der Einhaltung der Dienstanweisungen erfolgt durch die Transfusionsbeauftragten der Abteilungen und des Transfusionsverantwortlichen für die Anwendung von Blutpräparaten durch regelmäßigen Soll-Ist-Abgleich im Rahmen von Audits und Selbstinspektionen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Einleitung&amp;diff=387</id>
		<title>Einleitung</title>
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		<updated>2025-02-26T11:07:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;h2&amp;gt;Qualitätsmerkmale und –ziele für die klinische Anwendung von Blutpräparaten&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anwendung von Blutpräparaten an der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich-Norden gGmbH entspricht der von der Bundesärztekammer geforderten wirksamen, gezielten und sparsamen Hämotherapie und ist durch folgende Qualitätsmerkmale gekennzeichnet: &lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;hohe Sicherheit und Verträglichkeit der transfundierten Blutpräparate&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;hohe Effizienz durch strenge Indikationsstellung, gezielte Anforderung und sachgerechten Umgang mit Blutpräparaten&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;schnelle Bereitstellung von Blutpräparaten in Notfallsituationen&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;strikte Beachtung der gesetzlichen Vorschriften z.B. bezüglich Aufklärung, Dokumentation und Meldepflichten&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Qualitätsziele für die Hämotherapie an der Ubbo-Emmius-Klinik gGmbH sind==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;eine lückenlose patienten- und produktbezogene Chargendokumentation&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;das Vorliegen einer ausreichenden Aufklärung und der schriftlichen Einverständniserklärung des Patienten vor oder der Gabe von Arzneimitteln, die nach den Vorgaben des Paul- Ehrlich-Instituts (PEI), chargenpflichtig sind.&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;Überwachung der Kühl- und Gefriereinrichtungen, die bei der Lagerung von Blutprodukten verwendet werden&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;den Anteil der verworfenen Blutpräparate zu den transfundierten Blutpräparaten gering zu halten&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;durch protektive Maßnahmen Fehltransfusion durch Verwechslung zu vermeiden&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ziele dieses Handbuchs werden regelmäßig durch den Qualitätsbeauftragten Hämotherapie (QBH) der Klinik für die Anwendung von Blutpräparaten im Rahmen von Audits / Selbstinspektionen überprüft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Aufgaben und Themen des Qualitätsmanagementhandbuchs (QMH)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende QMH dient dem Zweck, die Qualitätssicherungsmaßnahmen zu beschreiben und die Einhaltung der Qualitätsziele sicherzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das QMH legt daher folgendes fest: &lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Qualifikation und die Aufgaben der Personen, die im engen Zusammenhang mit der Anwendung von Blutprodukten tätig sind,&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;die einheitliche Organisation der Vorbereitung und Durchführung von chemotherapeutischen &lt;br /&gt;
Maßnahmen&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Grundsätze für die patientenbezogene Qualitätssicherung&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Dokumentation der Hämotherapie&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;die Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Qualitätssicherungssystems&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/bR&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diesem Zweck dienen die im Anhang aufgeführten Verfahrens- oder Arbeitsanweisungen (VA oder AA) bzw. der Hygieneplan (s. Intranet -  Hygiene – Labor). Diese Anweisungen besitzen den Charakter einer Dienstanweisung und sind von allen Beteiligten zu befolgen; Abweichungen von der Vorgabe sind durch die durchführenden Personen erklärend zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dienstanweisungen wurden vom Transfusionsverantwortlichen (TV) der Klinik erstellt und werden, entsprechend den Vorgaben der Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie), in der Transfusionskommission (TK) beschlossen und sind danach verbindlich. Ausgenommen hiervon sind a) therapeutische Entscheidungen, z.B. Menge der verwendeten EK pro Therapie, die in der Verantwortung der jeweiligen Chefärzte der Behandlungseinheiten liegen, und b) die inhaltliche Vorgehensweise zu immunhämatologischen Laboruntersuchungen, die in der Verantwortung des immunhämatologischen Laborleiters liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dienstanweisungen werden revidiert, wenn neue gesetzliche Vorgaben oder Empfehlungen vorliegen oder eine Anpassung an neue Erfordernisse und Entwicklungen auf Beschluss der Transfusionskommission erforderlich ist. Die Anwendung wird durch den QBH in Audits überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diese Dienstanweisungen sind für alle Ärzte der Klinik und die Personen, die im engen Zusammenhang mit der Anwendung von Blutprodukten tätig sind, verbindlich. Darüber hinaus sind das Transfusionsgesetz und die Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) in vollem Umfang zu beachten. Die Hämotherapie-Richtlinien und die Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten sind im Intranet der Klinik einsehbar. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überwachung des Qualitätssicherungssystems und der Einhaltung der Dienstanweisungen erfolgt durch die Qualitätsbeauftragten der Abteilungen für die Anwendung von Blutpräparaten durch regelmäßigen Soll-Ist-Abgleich im Rahmen von Audits und Selbstinspektionen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=380</id>
		<title>Abkürzungen</title>
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		<updated>2025-02-24T10:42:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Abkürzungen“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tabelle:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|AK&lt;br /&gt;
|Antikörper&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|AKS&lt;br /&gt;
|Antikörpersuchtest&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|BÄK&lt;br /&gt;
|Bundesärztekammer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|BDL&lt;br /&gt;
|Blutdepotleiter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bg&lt;br /&gt;
|Blutgruppe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|BST&lt;br /&gt;
|Bedside-Test&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|CMV&lt;br /&gt;
|Cytomegalieviru&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|CL&lt;br /&gt;
|Checkliste&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|DA&lt;br /&gt;
|Dienstanweisung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|DIC&lt;br /&gt;
|diseminierte intravasale gerinnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|DRK&lt;br /&gt;
|Deutsches Rotes Kreuz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ek&lt;br /&gt;
|Erythrozeytenkonzentrat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|FO&lt;br /&gt;
|Formular&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GFP&lt;br /&gt;
|gefrorenes Frisch Plasma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GvHR&lt;br /&gt;
|Graft versus Host Reaktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hb&lt;br /&gt;
|Hämoglobin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HB&lt;br /&gt;
|Heaptits B&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HC&lt;br /&gt;
|Hepatitis C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HIV&lt;br /&gt;
|Humanes Immundefizienz-Virus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hkt&lt;br /&gt;
|Hämatokrit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IB&lt;br /&gt;
|Infoblatt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IHL&lt;br /&gt;
|Immunhämatoogishes Labor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KM&lt;br /&gt;
|Knochenmark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|OP&lt;br /&gt;
|Operation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PaRg&lt;br /&gt;
|Patientenrechtgesetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PEI&lt;br /&gt;
|Paul-Ehrlich-Institut&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QBH&lt;br /&gt;
|Qualitätbeauftragter Hämotherapie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QM&lt;br /&gt;
|Qualitätsmanagement&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QMB&lt;br /&gt;
|Qualitätsmanagementbeauftragter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QMH&lt;br /&gt;
|Qualitätsmanagementhandbuch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|UEK&lt;br /&gt;
|Ubbo-Emmius-Klinin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TA&lt;br /&gt;
|Tabelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TB&lt;br /&gt;
|Transfusionsbeauftragter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TFG&lt;br /&gt;
|Transfusionsgesetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TFM&lt;br /&gt;
|Transfusionsmedizin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TK&lt;br /&gt;
|Thrombozytenkonzentrat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TFK&lt;br /&gt;
|Transfusionskommission&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tp&lt;br /&gt;
|Therapeutischs Plasma, früher GFP oder FFP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TV&lt;br /&gt;
|Transfusionsverantwortlicher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|VA&lt;br /&gt;
|Verfahrensanweisung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ZAINS&lt;br /&gt;
|Zentrum für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=379</id>
		<title>Abkürzungen</title>
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		<updated>2025-02-24T10:42:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tabelle:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|AK&lt;br /&gt;
|Antikörper&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|AKS&lt;br /&gt;
|Antikörpersuchtest&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|BÄK&lt;br /&gt;
|Bundesärztekammer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|Blutgruppe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|BST&lt;br /&gt;
|Bedside-Test&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|CMV&lt;br /&gt;
|Cytomegalieviru&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|CL&lt;br /&gt;
|Checkliste&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|DA&lt;br /&gt;
|Dienstanweisung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|DIC&lt;br /&gt;
|diseminierte intravasale gerinnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|DRK&lt;br /&gt;
|Deutsches Rotes Kreuz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ek&lt;br /&gt;
|Erythrozeytenkonzentrat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|FO&lt;br /&gt;
|Formular&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GFP&lt;br /&gt;
|gefrorenes Frisch Plasma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GvHR&lt;br /&gt;
|Graft versus Host Reaktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hb&lt;br /&gt;
|Hämoglobin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HB&lt;br /&gt;
|Heaptits B&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HC&lt;br /&gt;
|Hepatitis C&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|HIV&lt;br /&gt;
|Humanes Immundefizienz-Virus&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hkt&lt;br /&gt;
|Hämatokrit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IB&lt;br /&gt;
|Infoblatt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IHL&lt;br /&gt;
|Immunhämatoogishes Labor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|KM&lt;br /&gt;
|Knochenmark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|OP&lt;br /&gt;
|Operation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PaRg&lt;br /&gt;
|Patientenrechtgesetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|PEI&lt;br /&gt;
|Paul-Ehrlich-Institut&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QBH&lt;br /&gt;
|Qualitätbeauftragter Hämotherapie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QM&lt;br /&gt;
|Qualitätsmanagement&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QMB&lt;br /&gt;
|Qualitätsmanagementbeauftragter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|QMH&lt;br /&gt;
|Qualitätsmanagementhandbuch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|UEK&lt;br /&gt;
|Ubbo-Emmius-Klinin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TA&lt;br /&gt;
|Tabelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TB&lt;br /&gt;
|Transfusionsbeauftragter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TFG&lt;br /&gt;
|Transfusionsgesetz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TFM&lt;br /&gt;
|Transfusionsmedizin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TK&lt;br /&gt;
|Thrombozytenkonzentrat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TFK&lt;br /&gt;
|Transfusionskommission&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tp&lt;br /&gt;
|Therapeutischs Plasma, früher GFP oder FFP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TV&lt;br /&gt;
|Transfusionsverantwortlicher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|VA&lt;br /&gt;
|Verfahrensanweisung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|ZAINS&lt;br /&gt;
|Zentrum für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=378</id>
		<title>Abkürzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Abk%C3%BCrzungen&amp;diff=378"/>
		<updated>2025-02-24T10:28:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; Tabelle: {| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |Alpha(1)-Proteinase Inhibitor  |Gewebekleber (Fibrin)   |- |Antithrombin III  |Gefrorenes Frischplasma  |- |Blutgerinnungsfaktor VII  |Humanalbumin  |- |Blutgerinnungsfaktor VII  |Humanalbumin  |- |Blutgerinnungsfaktor VII  |Humanalbumin  |- |Blutgerinnungsfaktor VII  |Humanalbumin  |- |Blutgerinnungsfaktor VII  |Humanalbumin  |- |Blutgerinnungsfaktor VII  |Humana…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tabelle:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Alpha(1)-Proteinase Inhibitor &lt;br /&gt;
|Gewebekleber (Fibrin)  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Antithrombin III &lt;br /&gt;
|Gefrorenes Frischplasma &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blutgerinnungsfaktor VII &lt;br /&gt;
|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Humanalbumin &lt;br /&gt;
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|Humanalbumin &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Humanalbumin &lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Transfusionshandbuch</title>
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		<updated>2025-02-24T10:26:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier entsteht aktuell die online Version des Transfusionshandbuchs der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich (UEK Aurich) sowie des regionalen Gesundheitszentrums Norden (RGZ Norden).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Einleitung | Einleitung]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Organisationsstrukturen | Zuständigkeiten und Organisationsstrukturen]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen | Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht von Blutkomponenten und Plasmaderivaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Anforderung | Dienstanweisung zur Anforderung von Blut- und Plasmapräparaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Lagerung | Dienstanweisung zur Lagerung und Transport von Blutprodukten ]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Geräte | Dienstanweisung zu Einsatz und Überwachung von Geräten bei der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion TK | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TK)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Eigenblut | Dienstanweisung Eigenblutentnahme und Eigenbluttransfusion/Perioperative Maschinelle Autotransfusion (MAT) mittels Cell-Saver (TK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Perinatal | Dienstanweisung Perinatale Hämotherapie]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Pflege | Dienstanweisung zur Fortbildung im ärztlichen und pflegerischen Bereich]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Abkürzungen | Abkürzungen]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier entsteht aktuell die online Version des Transfusionshandbuchs der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich (UEK Aurich) sowie des regionalen Gesundheitszentrums Norden (RGZ Norden).&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2025-02-24T10:25:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben der Transfusionskommission gehört die Fortbildung im ärztlichen und pflegerischen Bereich sowie für medizinisch-technische Assistenten auf dem Gebiet der Hämotherapie. Die Hämotherapie-Richtlinien gelten für &amp;lt;u&amp;gt;alle&amp;lt;/u&amp;gt; Personen, die für bestimmte Leistungen bei der Anwendung von Blutprodukten und der entsprechenden Nachsorge verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Verwechslungen die Hauptursache für schwere oder tödlich verlaufende hämolytische Transfusions- reaktionen sind, muss bei den Schulungen ein Schwerpunkt auf die korrekte Identifizierung bei der Entnahme von Blutproben für immunhämatologische Untersuchungen und bei der Vorbereitung der Transfusion gelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortbildung im pflegerischen Bereich ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Fachweiterbildungsstätte unterrichtet der Transfusionsverantwortliche die angehenden Intensiv- und Anästhesiepflegekräfte, sowie die Keyworker der Stationen über die „Grundlagen der Hämostaseologie und Hämotherapie“, die „Tätigkeiten bei der Vorbereitung und Durchführung einer Transfusion mit dem Schwerpunkt Identitätsüberprüfung“, die „Dokumentation“ und die „Unerwünschten Ereignisse nach Anwendung von Blutprodukten“. Die Organisation dieser Unterrichtsveranstaltung erfolgt durch die zuständige Pflegedienstleitung in Kooperation mit dem Transfusionsverantwortlichen bzw. dem Leiter des immunhämatologischen Labors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Pflegekräfte des Hauses führt der Transfusionsverantwortliche jährlich einmal eine ca. 30-minütige Schulung in der Transfusionsmedizin durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommt es zu gravierenden oder gehäuft auftretenden Fehlern durch das Pflegepersonal im Rahmen der Hämotherapie, werden zeitnah klinik- oder stationsspezifische Schulungen durch den Transfusions- verantwortlichen oder den zuständigen Transfusionsbeauftragten durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflegedienstleitung ist dafür zuständig, dass alle Mitarbeiter, die Blutkomponenten und Plasmapräparate in der Klinik transportieren, vor Beginn dieser Tätigkeit eine geeignete Einweisung erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortbildung im ärztlichen Bereich ==&lt;br /&gt;
Laut den Hämotherapierichtlinien muss jeder hämotherapeutische Maßnahmen durchführende Arzt die dafür erforderlichen Kenntnisse und ausreichende Erfahrungen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erforderlichen Kenntnisse können durch die Teilnahme am „Transfusionsmedizinischen Seminar“, das jährlich vom Transfusionsverantwortlichen und/oder dem Leiter des immunhämatologischen Labors durchgeführt wird, erworben werden. Als ausreichende Erfahrung wird angesehen, wenn eine vom jeweiligen Klinikdirektor und Transfusionsbeauftragten festgelegte Zahl von Blutpräparaten unter Aufsicht eines erfahrenen Kollegen transfundiert worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Transfusionsbeauftragte einer Klinik ist zusammen mit dem Klinikdirektor dafür verantwortlich, dass die Ärzte seiner Klinik über das Qualitätssicherungssystem für die Anwendung von Blutprodukten informiert sind und nur Ärzte mit „den erforderlichen Kenntnissen und ausreichender Erfahrung&amp;quot; Blutpräparate eigenverantwortlich anwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal jährlich sollten soweit möglich alle Ärzte der Klinik an einer Fortbildung über aktuelle Themen der Transfusionsmedizin teilnehmen. Die Durchführung der Fortbildung ist primär die Aufgabe des Transfusionsbeauftragten. Die Teilnahme ist von ihm zu dokumentieren. In Sonderfällen kann die Schulung auch durch den Transfusionsbeauftragten einer anderen Klinik, dem Transfusionsverantwortlichen, dem Leiter des immunhämatologischen Labors oder einen externen Referenten durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Themen sollen dabei schwerpunktmäßig angesprochen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fehleranalyse (klinikinterne Auswertung der Fehler, Ergebnisse der Selbstinspektion)&lt;br /&gt;
* Änderungen im Hämotherapie-Qualitätssicherungssystem&lt;br /&gt;
* Neue oder geänderte Gesetze, Richtlinien, Vorschriften etc.&lt;br /&gt;
* Unerwünschte Ereignisse nach Anwendung von Blutprodukten&lt;br /&gt;
* Dokumentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist der Transfusionsbeauftragte verantwortlich, dass die in seiner Klinik tätigen PJ-Studenten, Famuli etc., die Blut für immunhämatologische Untersuchungen abnehmen, vor Beginn ihrer Tätigkeit eine Einweisung über die korrekte Durchführung der Identitätsicherung erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Transfusionsverantwortliche bzw. der Qualitätsbeauftragte für Hämotherapie schult jede neue Gruppe von PJ-Studenten an deren 1. Arbeitstag über die korrekte Patienten-Identifizierung bei der Blutentnahme.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Dienstanweisung Pflege</title>
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		<updated>2025-02-24T10:23:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Dienstanweisung Pflege“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben der Transfusionskommission gehört die Fortbildung im ärztlichen und pflegerischen Bereich sowie für medizinisch-technische Assistenten auf dem Gebiet der Hämotherapie. Die Hämotherapie-Richtlinien gelten für alle Personen, die für bestimmte Leistungen bei der Anwendung von Blutprodukten und der entsprechenden Nachsorge verantwortlich.&lt;br /&gt;
Da Verwechslungen die Hauptursache für schwere oder tödlich verlaufende hämolytische Transfusions- reaktionen sind, muss bei den Schulungen ein Schwerpunkt auf die korrekte Identifizierung bei der Entnahme von Blutproben für immunhämatologische Untersuchungen und bei der Vorbereitung der Transfusion gelegt werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2025-02-24T10:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; __TOC__ == Einleitung == Zu den Aufgaben der Transfusionskommission gehört die Fortbildung im ärztlichen und pflegerischen Bereich sowie für medizinisch-technische Assistenten auf dem Gebiet der Hämotherapie. Die Hämotherapie-Richtlinien gelten für alle Personen, die für bestimmte Leistungen bei der Anwendung von Blutprodukten und der entsprechenden Nachsorge verantwortlich. Da Verwechsl…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben der Transfusionskommission gehört die Fortbildung im ärztlichen und pflegerischen Bereich sowie für medizinisch-technische Assistenten auf dem Gebiet der Hämotherapie. Die Hämotherapie-Richtlinien gelten für alle Personen, die für bestimmte Leistungen bei der Anwendung von Blutprodukten und der entsprechenden Nachsorge verantwortlich.&lt;br /&gt;
Da Verwechslungen die Hauptursache für schwere oder tödlich verlaufende hämolytische Transfusions- reaktionen sind, muss bei den Schulungen ein Schwerpunkt auf die korrekte Identifizierung bei der Entnahme von Blutproben für immunhämatologische Untersuchungen und bei der Vorbereitung der Transfusion gelegt werden.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2025-02-24T10:22:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Organisationsstrukturen | Zuständigkeiten und Organisationsstrukturen]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Anforderung | Dienstanweisung zur Anforderung von Blut- und Plasmapräparaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Lagerung | Dienstanweisung zur Lagerung und Transport von Blutprodukten ]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion TK | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TK)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Eigenblut | Dienstanweisung Eigenblutentnahme und Eigenbluttransfusion/Perioperative Maschinelle Autotransfusion (MAT) mittels Cell-Saver (TK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Perinatal | Dienstanweisung Perinatale Hämotherapie]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Pflege | Dienstanweisung zur Fortbildung im ärztlichen und pflegerischen Bereich]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Perinatal&amp;diff=371</id>
		<title>Dienstanweisung Perinatal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Perinatal&amp;diff=371"/>
		<updated>2025-02-24T10:22:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Blutgruppenbestimmung und Kreuzprobe unterliegen bei Neugeborenen teilweise anderen Grundsätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Blutgruppenserologische Untersuchungen bei Neugeborenen ==&lt;br /&gt;
Bei jedem Kind einer Rh-negativen Mutter sind unmittelbar nach der Geburt in der Regel aus dem Nabelschnurblut eine Blutgruppenbestimmung und ein direkter Coombs-Test durchzuführen. Die Ursachen eines positiven Coombs-Testes sind ggf. durch weitere Untersuchungen aus dem mütterlichen Blut abzuklären. Damit diese Abklärung möglichst rationell erfolgt, sind auf dem Anforderungsbeleg Angaben zur Blutgruppe einschließlich Rhesus-Gruppe und Anti-D-Prophylaxe der Mutter unbedingt erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden Neugeborene aus anderen Krankenhäusern zuverlegt, so sollte veranlasst werden, dass &#039;&#039;&#039;1 x 10 ml Nativblut der Mutter,&#039;&#039;&#039; das keine Zusätze enthalten darf, mitgegeben werden. Das Blut der Mutter dient zur Abklärung auffälliger blutgruppenserologischer Befunde beim Kind und kann ggf. auch zur Kreuzprobe für eine evtl. erforderliche Transfusion beim Kind verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anti-D-Prophylaxe bei Rh negativen (D negativen) Frauen ==&lt;br /&gt;
D negative Frauen müssen nach jeder Geburt eines D positiven Kindes, nach Früh- und Fehlgeburten, extrauteriner Gravidität, Schwangerschaftsabbruch, Amniozentese, Nabelschnurpunktion, nach Wendungs- operationen, Chorionzottenpunktion und anderen Eingriffen, die eine Einschwemmung von Erythrozyten des Feten in den Kreislauf der Mutter bewirken können, zur Verhütung einer Anti-D-Sensibilisierung möglichst innerhalb von 72 h eine Standarddosis Anti-D-Immunglobulin erhalten. Anti-D-Immunglobulin muss selbst dann appliziert werden, wenn nach der Geburt schwach reagierende Anti-D-Antikörper bei der Mutter gefun-den worden sind und/oder der direkte Coombs-Test beim Kind schwach positiv ist, da diese Befunde durch die präpartale Anti-D-Prophylaxe bedingt sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Ablauf von 72 h soll auf eine Anti-D-Gabe nicht verzichtet werden (ggf. in höherer Dosierung). Gaben am Tag 4 oder 5 können noch hilfreich und effektiv sein, deshalb ist die Empfehlung, da noch zu therapieren, wenn es vorher vergessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fetale/neonatale Alloimmunthrombozytopenie ==&lt;br /&gt;
Bei Verdacht auf diese seltene fetomaternale Inkompatibilität, die durch plättchenspezifische Antikörper der Mutter gegen thrombozytäre Alloantigene des Feten verursacht wird und häufig bereits in der ersten Schwangerschaft auftritt, muss umgehend der zuständige Arzt des Blutdepots verständigt werden, damit möglichst frühzeitig die organisatorischen Maßnahmen für eine eventuelle Thrombozytapherese bei der Mutter eingeleitet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten der perinatalen Transfusionstherapie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Früh- und Neugeborene, die wiederholt transfundiert werden müssen, sollten EK von möglichst wenigen Spendern erhalten. Aus diesem Grund können auf Anforderung aus einer „normalen&amp;quot; EK-Einheit „Baby-Beutel“ hergestellt und angefordert werden.&lt;br /&gt;
# Zur Vermeidung einer GvHR werden Blutprodukte für Früh- und Neugeborene sowie für Säuglinge bis zum vollendeten 1. Lebensjahr mit einer Dosis von 30 Gy bestrahlt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Dienstanweisung Perinatal</title>
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		<updated>2025-02-24T10:19:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Dienstanweisung Perinatal“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2025-02-24T10:19:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; __TOC__ == Einleitung ==“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Transfusionshandbuch</title>
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		<updated>2025-02-24T10:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transfusionshandbuch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier entsteht aktuell die online Version des Transfusionshandbuchs der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich (UEK Aurich) sowie des regionalen Gesundheitszentrums Norden (RGZ Norden).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Einleitung | Einleitung]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen | Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht von Blutkomponenten und Plasmaderivaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Anforderung | Dienstanweisung zur Anforderung von Blut- und Plasmapräparaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Lagerung | Dienstanweisung zur Lagerung und Transport von Blutprodukten ]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Geräte | Dienstanweisung zu Einsatz und Überwachung von Geräten bei der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion TK | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TK)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Eigenblut | Dienstanweisung Eigenblutentnahme und Eigenbluttransfusion/Perioperative Maschinelle Autotransfusion (MAT) mittels Cell-Saver (TK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Perinatal | Dienstanweisung Perinatale Hämotherapie]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Dienstanweisung Eigenblut</title>
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		<updated>2025-02-24T10:18:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Dienstanweisung Eigenblut“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
Die Eigenblutentnahme und die Eigenbluttransfusion werden in den Einrichtungen der Ubbo-Emmius-Kliniken Aurich-Norden gGmbH nur mittels MAT (maschineller Autotransfusion) perioperativ durchgeführt.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Dienstanweisung Eigenblut</title>
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		<updated>2025-02-24T10:18:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; __TOC__ Die Eigenblutentnahme und die Eigenbluttransfusion werden in den Einrichtungen der Ubbo-Emmius-Kliniken Aurich-Norden gGmbH nur mittels MAT (maschineller Autotransfusion) perioperativ durchgeführt.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
Die Eigenblutentnahme und die Eigenbluttransfusion werden in den Einrichtungen der Ubbo-Emmius-Kliniken Aurich-Norden gGmbH nur mittels MAT (maschineller Autotransfusion) perioperativ durchgeführt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2025-02-24T10:17:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Einleitung | Einleitung]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion TK | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TK)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Eigenblut | Dienstanweisung Eigenblutentnahme und Eigenbluttransfusion/Perioperative Maschinelle Autotransfusion (MAT) mittels Cell-Saver (TK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_TK&amp;diff=364</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion TK</title>
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		<updated>2025-02-24T10:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Anforderung von TK ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von TK setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im Notfall dürfen, bis die Blutgruppe bestimmt ist, TK der Blutgruppe 0 (=Universal-TK) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK sind nur in sehr begrenzten Mengen vorhandene, teure Blutpräparate, die nur nach telefonischer Rücksprache des behandelnden Arztes mit dem Blutdepot ausgegeben werden. Da es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel handelt, ist eine schriftliche Anforderung (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der TK ==&lt;br /&gt;
Nach Möglichkeit sollte AB0-kompatibel transfundiert werden (Blutgruppenauswahl wie bei Erythrozyten -konzentraten). Eine Verträglichkeitsprobe ist nicht notwendig, da auf Grund der geringen Plasmamenge hämolytische Transfusionsreaktionen nicht zu befürchten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei D negativen Mädchen sowie D negativen gebärfähigen Frauen sollte, wenn die Gabe von D positiven&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thrombozytenpräparaten unvermeidlich ist, eine Prophylaxe mit Anti-D i.v. durchgeführt werden (Blutungsgefahr bei intramuskulärer Injektion). Eine serologische Verträglichkeitsprobe mit Spendererythro zyten (s. Abschn. 4.2.5.9) ist wegen des geringen Erythrozytengehalts nicht erforderlich. Die Wirkung von passiv übertragenen Alloantikörpern im Plasma ist in Einzelfällen zu bedenken. Bei Alloimmunisierung gegen HLA- und/oder plättchenspezifische Antigene, verbunden mit einem unzureichenden Substitutionseffekt, sollten Apherese-TK von Einzelspendern, die nach ihrem Antigenmuster ausgewählt werden, transfundiert werden. Die Auswahl kann durch eine Thrombozytenverträglichkeitsprobe unterstützt werden. Bei einem Risiko einer Graft-versus-Host-Reaktion (Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion) sind die Blutkomponenten entsprechend Abschnitt 4.5.6 zu bestrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von TK sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (s. DA zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK müssen unter ständiger Bewegung und Temperaturkontrolle aufbewahrt werden. Dies ist in den Laboren der UEK nicht möglich. TK müssen daher nach dem Eintreffen im Labor unverzüglich transfundiert werden. Verzögert sich die Transfusion, so sind TK unbedingt bei Raumtemperatur zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt! &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Ein längeres Zeitfenster zwischen „Anlieferung TK und Transfusion“ gibt es also nicht!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK, die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur eindeutigen Chargendokumentation und Rückverfolgbarkeit und zur sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
siehe Fachnformationen im Curator Ubbo-Emmius-Klinik Aurich -&amp;gt; Beauftragtenwesen -&amp;gt; Transfusionswesen -&amp;gt; Informationen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung und Haltbarkeit ==&lt;br /&gt;
TK können bis zu 4 Tage (Abnahmetag nicht gerechnet) &amp;lt;u&amp;gt;temperaturkontrolliert bei 22 +/- 2 °C&amp;lt;/u&amp;gt; unter ständiger, gleichmäßiger Bewegung aufbewahrt werden. Thrombozytenkonzentrate sind also nur begrenzt lagerfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thrombozytenkonzentrate dürfen &#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; im Kühlschrank gelagert werden. Die Lagerung ist nur im immun-hämatologischen Labor auf einem speziellen Thrombozyten-Agitator möglich &amp;lt;u&amp;gt;(nicht in Aurich oder Norden!)&amp;lt;/u&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das TK für den betreffenden Empfänger bestimmt ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Die Transfusion des TK erfolgt über das gleiche Transfusionsgerät wie z.B. bei den Ery-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
throcytenkonzentraten, möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Eröffnete („angestochene“) TK sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Medikamente dürfen TK nicht zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bedside-Test ist nicht erforderlich. Eine Beeinträchtigung des Thrombozytenanstiegs und der Thrombozytenüberlebenszeit ist bei der majorinkompatiblen Gabe möglich (auf Anti A oder Anti B im Präparat achten!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restblut und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 8°C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. Blutbild) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von TK ==&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* febrile Transfusionsreaktionen (häufig)&lt;br /&gt;
* urtikarielle Hautreaktionen (harmlos, Weiterführung der Transfusion u.U. möglich)&lt;br /&gt;
* posttransfusionelle Purpura&lt;br /&gt;
* transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom)&lt;br /&gt;
* Graft-versus-Host-Reaktionen&lt;br /&gt;
* anaphylaktische Reaktionen&lt;br /&gt;
* Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV, Malaria, Y. enterocolitica, T. pallidum)&lt;br /&gt;
* Sepsis infolge einer bakteriellen Kontamination des Präparates&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chargendokumentation ==&lt;br /&gt;
Die Präparate unterliegen, wie alle anderen Blutprodukte der Dokumentationspflicht. Die produktbezogene Chargendokumentation erfolgt in der EDV des Blutdepots. Zur patientenbezogenen Chargendokumentation ist der ausgefüllte Konservenbegleitschein mit Angabe von Datum und Uhrzeit der Transfusion in die Patientenakte zu heften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indikation ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Indikation: Thrombopenie, in seltenen Fällen Thrombozytopathie&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Indikation für die TK-Transfusion ist auf dem TK-Begleitschein zu dokumentieren. Falls die Indikationsstellung von den Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten abweicht, ist dies zu begründen. Vor Behandlung einer thrombozytär bedingten Blutungsneigung sollte die Ursache der Thrombozytopenie bzw. Thrombozytopathie geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Blutungsprophylaxe&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Hämatologisch-onkologische Patienten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;u&amp;gt;mit chronischer und therapierefraktärer Thrombozytopenie&amp;lt;/u&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;TK-Gabe empfohlen bei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* klinisch manifester Blutung WHO-Grad 3 oder 4&lt;br /&gt;
* vor chirurgischen Eingriffen&lt;br /&gt;
* prophylaktisch bei Thrombozytenzahlen &amp;lt; 5.000 /μg&lt;br /&gt;
* prophylaktisch bei Thrombozytenzahlen &amp;lt; 5.000 /μl und wöchentlicher Kontrolle&lt;br /&gt;
* prophylaktisch bei Thrombozytenzahlen &amp;lt; 10.000 /μl nach kürzlich zurückliegender Blutung oder Fieber &amp;gt; 38 °C&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;u&amp;gt;mit einem erhöhten Thrombozytenumsatz&amp;lt;/u&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Immunthrombozytopenien nur im Fall von bedrohlichen Blutungen (WHO-Grad 4)&lt;br /&gt;
* Pat. mit HUS oder TTP und bedrohlicher Blutung nur nach Ausschöpfen aller anderen therapeutischen Optionen&lt;br /&gt;
* Pat. mit Sepsis und DIC nur im Falle bedrohlicher Blutungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;u&amp;gt;mit akuter Thrombozytenbildungsstörung durch Chemotherapie&amp;lt;/u&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erwachsene mit akuter Leukämie&lt;br /&gt;
* Kinder mit akuter Leukämie, bei denen kein erhöhtes Verletzungsrisiko vorliegt&lt;br /&gt;
* Pat. mit KM- oder PBSZ-Transplantation ohne Komplikationen, wie schwere GVHD-Reaktion, Mukositis oder Cystitis&lt;br /&gt;
* Patienten mit soliden Malignomen ohne zusätzliches Blutungsrisiko (wie z.B. nekrotisierender Tumor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &amp;lt;u&amp;gt;mit akuter Thrombozytenbildungsstörung und zusätzlichen Blutungsrisiken&amp;lt;/u&amp;gt; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Infektionen, GvHD, petechiale Blutungen u.ä., Fieber &amp;gt; 38 °C, Leukozytose, plasmat. Gerinnungsstörung, steiler Thrombozytenabfall, vor-bestehende Nekrosen bei einem Thrombozytenwert von &amp;lt; 20.000 /μl&lt;br /&gt;
* bei manifesten Blutungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;vor diagnostischen Eingriffen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;TK-Gabe empfohlen bei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lumbalpunktion: elektiv, wenn Thrombozytenzahlen &amp;lt; 50.000 /μl bei dringl. Indikation nicht verzögern, wenn Werte &amp;gt; 20.000 /μl prophylaktisch bei Patienten mit kombinierten Thrombozytenfunktionshemmern, wenn Werte &amp;lt; 100.000 /μl&lt;br /&gt;
* Gastrointestinale Endoskopie: mit Biopsie, wenn Werte &amp;lt; 20.000 /μl&lt;br /&gt;
* Bronchoskopie: ohne Biopsie, wenn Werte &amp;lt; 20.000 /μl bei transbronchialer Biopsie, wenn Werte &amp;lt; 50.000 /μl&lt;br /&gt;
* Angiographie einschl. Koronarangiographie: wenn Thrombozytenzahlen &amp;lt; 20.000 /μl sofern die Angiographie nicht wegen eines akuten arteriellen thrombotischen Ereignisses durchgeführt wird&lt;br /&gt;
* Beckenkammbiopsie: keine prophylaktische TK-Gabe indiziert&lt;br /&gt;
* Zentraler Venenkatheter: prophylaktisch, wenn Werte &amp;lt; 20.000 /μl&lt;br /&gt;
* Leberpunktion: bei transjugulärer Punktion, wenn Werte &amp;lt; 10.000 /μl, transkutan, wenn Werte &amp;lt; 50.000 /μl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Alle Angaben gelten nur für vorhandene, funktionstüchtige Thrombozyten, jedoch nicht! wenn mit einer Thrombozytopathie durch z.B. Aspirin, Urämie etc. zusätzlich zu rechnen ist!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;vor operativen Eingriffe&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;TK-Gabe empfohlen bei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* kleinere operative Eingriffe prophylaktisch bei vorbestehender thrombozytärer Blutungssymptomatik oder wenn Werte &amp;lt; 20.000/μl&lt;br /&gt;
* größere operative Eingriffe oder bei hohem Blutungsrisiko prophylaktisch unmittelbar präoperativ, wenn Werte &amp;lt; 50.000 /μl&lt;br /&gt;
* operative Eingriffe mit sehr hohem Blutungsrisiko prophylaktisch unmittelbar präoperativ, wenn Werte &amp;lt; 70.000 /μl bis 100.000 /μl&lt;br /&gt;
* Kardiochirurgie bei verstärkten postoperativen Blutungen oder bei Werte &amp;lt; 20.000 /μ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Alle Angaben gelten nur für vorhandene funktionstüchtige Thrombozyten, jedoch nicht (!), wenn mit einer Thrombozytopathie durch z.B. Aspirin, Urämie etc. zusätzlich zu rechnen ist!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Bei Anästhesieverfahren&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;TK-Gabe empfohlen bei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Epiduralanästhesie: prophylaktisch vor Durchführung, wenn Werte &amp;lt; 80.000 /μl&lt;br /&gt;
* Spinalanästhesie: prophylaktisch vor Durchführung, wenn Werte &amp;lt; 50.000 /μl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Erworbene Plättchenfunktionsstörung&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
z.B. infolge Urämie, nach kardio-pulmonalem Bypass, durch Thrombozytenaggregationshemmer &#039;&#039;&#039;Prophylaktische Thrombozytengaben sind nicht indiziert&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Leberinsuffizienz&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bei akutem Leberversagen mit gleichzeitiger Thrombozytopenie:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thrombozytengabe bei Werten &amp;lt; 20.000 /μl oder beim Auftreten von ausgeprägten petechialen Blutungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bei chronische Leberinsuffizienz:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beim Auftreten von Blutungskomplikationen oder prophylaktisch zur Vorbereitung von diagnostischen oder therapeutischen Eingriffen bei Werten &amp;lt; 20.000 /μl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Behandlung einer akuten Blutung&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Empfohlen wird bei einem massiven Blutverlust unter Substitution von EK und TP die Gabe von TK bei Werten &amp;lt; 100.000 /μl. Die Indikation zur TK-Gabe sollte, wenn vorhanden bzw. möglich, durch eine ROTEM-Analyse abgesichert werden (DD der akuten Blutung: Fibrinogenmangel, Hyperfibrinolyse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Alle Angaben gelten nur für vorhandene funktionstüchtige Thrombozyten, jedoch nicht!, wenn mit einer Thrombozytopathie durch z.B. Aspirin, Hyperbilirubinämie etc. zusätzlich zu rechnen ist !]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Relative Kontraindikationen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Patienten vor potentieller allogener KM-Transplantation (nur im Notfall transfundieren).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_TK&amp;diff=363</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion TK</title>
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		<updated>2025-02-24T10:01:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Anforderung von TK ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von TK setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im Notfall dürfen, bis die Blutgruppe bestimmt ist, TK der Blutgruppe 0 (=Universal-TK) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK sind nur in sehr begrenzten Mengen vorhandene, teure Blutpräparate, die nur nach telefonischer Rücksprache des behandelnden Arztes mit dem Blutdepot ausgegeben werden. Da es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel handelt, ist eine schriftliche Anforderung (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der TK ==&lt;br /&gt;
Nach Möglichkeit sollte AB0-kompatibel transfundiert werden (Blutgruppenauswahl wie bei Erythrozyten -konzentraten). Eine Verträglichkeitsprobe ist nicht notwendig, da auf Grund der geringen Plasmamenge hämolytische Transfusionsreaktionen nicht zu befürchten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei D negativen Mädchen sowie D negativen gebärfähigen Frauen sollte, wenn die Gabe von D positiven&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thrombozytenpräparaten unvermeidlich ist, eine Prophylaxe mit Anti-D i.v. durchgeführt werden (Blutungsgefahr bei intramuskulärer Injektion). Eine serologische Verträglichkeitsprobe mit Spendererythro zyten (s. Abschn. 4.2.5.9) ist wegen des geringen Erythrozytengehalts nicht erforderlich. Die Wirkung von passiv übertragenen Alloantikörpern im Plasma ist in Einzelfällen zu bedenken. Bei Alloimmunisierung gegen HLA- und/oder plättchenspezifische Antigene, verbunden mit einem unzureichenden Substitutionseffekt, sollten Apherese-TK von Einzelspendern, die nach ihrem Antigenmuster ausgewählt werden, transfundiert werden. Die Auswahl kann durch eine Thrombozytenverträglichkeitsprobe unterstützt werden. Bei einem Risiko einer Graft-versus-Host-Reaktion (Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion) sind die Blutkomponenten entsprechend Abschnitt 4.5.6 zu bestrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von TK sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (s. DA zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK müssen unter ständiger Bewegung und Temperaturkontrolle aufbewahrt werden. Dies ist in den Laboren der UEK nicht möglich. TK müssen daher nach dem Eintreffen im Labor unverzüglich transfundiert werden. Verzögert sich die Transfusion, so sind TK unbedingt bei Raumtemperatur zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt! &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Ein längeres Zeitfenster zwischen „Anlieferung TK und Transfusion“ gibt es also nicht!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK, die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur eindeutigen Chargendokumentation und Rückverfolgbarkeit und zur sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_TK&amp;diff=362</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion TK</title>
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		<updated>2025-02-24T10:01:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Anforderung von TK ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von TK setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im Notfall dürfen, bis die Blutgruppe bestimmt ist, TK der Blutgruppe 0 (=Universal-TK) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK sind nur in sehr begrenzten Mengen vorhandene, teure Blutpräparate, die nur nach telefonischer Rücksprache des behandelnden Arztes mit dem Blutdepot ausgegeben werden. Da es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel handelt, ist eine schriftliche Anforderung (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der TK ==&lt;br /&gt;
Nach Möglichkeit sollte AB0-kompatibel transfundiert werden (Blutgruppenauswahl wie bei Erythrozyten -konzentraten). Eine Verträglichkeitsprobe ist nicht notwendig, da auf Grund der geringen Plasmamenge hämolytische Transfusionsreaktionen nicht zu befürchten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei D negativen Mädchen sowie D negativen gebärfähigen Frauen sollte, wenn die Gabe von D positiven&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thrombozytenpräparaten unvermeidlich ist, eine Prophylaxe mit Anti-D i.v. durchgeführt werden (Blutungsgefahr bei intramuskulärer Injektion). Eine serologische Verträglichkeitsprobe mit Spendererythro zyten (s. Abschn. 4.2.5.9) ist wegen des geringen Erythrozytengehalts nicht erforderlich. Die Wirkung von passiv übertragenen Alloantikörpern im Plasma ist in Einzelfällen zu bedenken. Bei Alloimmunisierung gegen HLA- und/oder plättchenspezifische Antigene, verbunden mit einem unzureichenden Substitutionseffekt, sollten Apherese-TK von Einzelspendern, die nach ihrem Antigenmuster ausgewählt werden, transfundiert werden. Die Auswahl kann durch eine Thrombozytenverträglichkeitsprobe unterstützt werden. Bei einem Risiko einer Graft-versus-Host-Reaktion (Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion) sind die Blutkomponenten entsprechend Abschnitt 4.5.6 zu bestrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von TK sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (s. DA zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK müssen unter ständiger Bewegung und Temperaturkontrolle aufbewahrt werden. Dies ist in den Laboren der UEK nicht möglich. TK müssen daher nach dem Eintreffen im Labor unverzüglich transfundiert werden. Verzögert sich die Transfusion, so sind TK unbedingt bei Raumtemperatur zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt! &amp;lt;span style&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Ein längeres Zeitfenster zwischen „Anlieferung TK und Transfusion“ gibt es also nicht!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TK, die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur eindeutigen Chargendokumentation und Rückverfolgbarkeit und zur sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_TK&amp;diff=361</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion TK</title>
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		<updated>2025-02-24T09:59:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Dienstanweisung Transfusion TK“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Anforderung von TK ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Dienstanweisung Transfusion TK</title>
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		<updated>2025-02-24T09:59:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; __TOC__ == Anforderung von TK ==“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Anforderung von TK ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Transfusionshandbuch&amp;diff=359</id>
		<title>Transfusionshandbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Transfusionshandbuch&amp;diff=359"/>
		<updated>2025-02-24T09:58:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hier entsteht aktuell die online Version des Transfusionshandbuchs der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich (UEK Aurich) sowie des regionalen Gesundheitszentrums Norden (RGZ Norden).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Einleitung | Einleitung]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Organisationsstrukturen | Zuständigkeiten und Organisationsstrukturen]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen | Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht von Blutkomponenten und Plasmaderivaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Lagerung | Dienstanweisung zur Lagerung und Transport von Blutprodukten ]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Geräte | Dienstanweisung zu Einsatz und Überwachung von Geräten bei der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion TK | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Transfusionshandbuch&amp;diff=358</id>
		<title>Transfusionshandbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Transfusionshandbuch&amp;diff=358"/>
		<updated>2025-02-24T09:58:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transfusionshandbuch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Organisationsstrukturen | Zuständigkeiten und Organisationsstrukturen]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Geräte | Dienstanweisung zu Einsatz und Überwachung von Geräten bei der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion TK | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten (TK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=357</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=357"/>
		<updated>2025-02-24T09:57:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das FFP/GFP für den betreffenden Empfänger bestimmt ist, die Blutgruppe des FFP/GFP (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers entspricht oder zumindest kompatibel ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Darüber hinaus müssen das Verfallsdatum und die Unversehrtheit des Blutbehältnisses überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine serologische Verträglichkeitsprobe entfällt. Eine AB0-Kontrolle beim Patienten (Bedside-Test) ist jedoch unbedingt erforderlich. Der Rhesusfaktor bleibt bei Plasmatransfusionen unberücksichtigt. Eine Immunisierung ist mit Bildung von Anti-D-Antikörpern in seltenen Fällen durch die Erythrozytenreste im Plasma jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion des FFP/GFP erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170 - 230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere FFP/GFP verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnete („angestochene“) FFP/GFP sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Dem FFP/GFP dürfen keine Medikamente zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen. Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restplasma und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 6 °C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. TPZ, PTT) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
Das an der UEK Aurich-Norden üblicherweise verwendete FFP/GFP ist quarantänegelagertes Plasma vom Einzelspender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volumina pro Transfusionseinheit liegen zwischen 200 - 250 ml (einschließlich Antikoagulanzlösung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
In gefrorenem Frischplasma sind alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthalten, deren Aktivität bei konstanter Lagerungstemperatur (&amp;lt;- 30°C) entsprechend der ausgewiesenen Haltbarkeitsdauer des Präparates erhalten bleibt. Die Präparate müssen zumindest Raumtemperatur erreichen, damit die (pharmakologisch aktiven) Gerinnungsfaktoren in Lösung gehen. Die Beutel sind gewissenhaft auf Folienrisse zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und nach den Ergebnissen gerinnungs-physiologischer Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Faustregel zur Dosierung:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1 ml FFP/GFP /kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 - 2%&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d.h. 1 FFP/GFP (200 ml) erhöht die TPZ bei einem 70 kg-Patienten nur um ca. 4 %.&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;FFP/GFP sollte schnell infundiert werden. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 - 4 FFP/GFP -Einheiten erforderlich. Eine Volumenüberlastung ist zu vermeiden. Werden mehr als 50 ml/min beim Erwachsenen appliziert, ist eine zusätzliche Kalziumgabe erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Grundsätzlich sollten blutungsbedingte Gerinnungsstörungen allerdings gezielt therapiert werden!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP:&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Volumenbelastung, Zitratintoxikation&lt;br /&gt;
# allergische bzw. anaphylaktoide Reaktionen&lt;br /&gt;
# transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom) (häufigste und gefährlichste unerwünschte Wirkung!)&lt;br /&gt;
# Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ [https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/arzneimittelsicherheit-node.html Arzneimittelsicherheit - Paul-Ehrlich-Institut] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chargendokumentation ==&lt;br /&gt;
Bei den vom Blutdepot ausgegebenen FFP/GFP’s sind die Präparatenummern zusammen mit dem Transfusionsdatum in die Krankenakte einzutragen (= patientenbezogene Chargendokumentation). Die produktbezogene Chargendokumentation erfolgt durch das Blutdepot in der EDV. Ein Eintrag in die EDV der Apotheke ist nicht erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indikation ==&lt;br /&gt;
Die Indikation für die Verabreichung von FFP/GFP ist auf dem FFP/GFP -Begleitschein zu dokumentieren. Falls die Indikationsstellung von den Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten abweicht, ist dies zu begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;FFP/GFP-Gabe empfohlen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei schwerem akuten Blutverlust und manifesten oder drohenden mikrovaskulären Blutungen in einer Dosierung von 15 – 20 ml/kg KG (= 5 TP bei 70 kg Patient)&lt;br /&gt;
* bei Patienten mit DIC und Koagulopathie und Quickwerten &amp;lt; 50 % und/oder Fibrinogenspiegeln &amp;lt; 100 mg/dl und schweren Blutungen in einer Dosierung von 20 ml/kg KG&lt;br /&gt;
* bei Pat. mit akuter TTP oder adultem HUS bis die Thrombozytenzahl &amp;gt; 100.000 /μl liegt im Rahmen eines täglichen Plasmaaustausches&lt;br /&gt;
* bei Pat. mit schwerem angeborenen FV-Mangel (Restaktivität &amp;lt; 5%) perioperativ, im Rahmen invasiver Eingriffe oder im Falle schwerer Blutungen in einer Dosierung von 15 – 20 ml/kg KG Ziel 15 – 20% Aktivität der Faktoren&lt;br /&gt;
* bei Pat. mit schwerem bzw. leichtem angeborenen FXI-Mangel und schwerer Blutungsneigung perioperativ oder im Rahmen invasiver Eingriffe, wenn lokale Maßnahmen (z.B. Fibrinkleber, Desmopressin oder Antifibrinolytika zur Blutstillung nicht ausreichen, in einer Dosierung von 20 ml/kg KG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Die Gabe von FFP/GFP ist nicht angezeigt&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* prophylaktische Plasmagabe bei akutem Leberversagen ohne Blutungskomplikationen zur Besserung der Diagnose&lt;br /&gt;
* prophylaktische Plasmagabe vor Leberpunktion, Parazentese, Thorakozentese oder Punktion zentraler Venen bei Patienten mit Hepatopathie oder Koagulopathie&lt;br /&gt;
* akute Pankreatitis&lt;br /&gt;
* Plasmatausch bei Guillain-Barre-Syndrom&lt;br /&gt;
* prophylaktisch postoperativ bei Patienten mit kardiopulmonalen Bypass-Operationen mit Quickwerten &amp;gt; 50 % und Fibrinogenspiegeln &amp;gt; 100 mg/dl.&lt;br /&gt;
* als Volumenersatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Kontraindikationen&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Patienten mit Plasmaunverträglichkeit, z.B. bei IgA-Mangel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=356</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=356"/>
		<updated>2025-02-24T09:53:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das FFP/GFP für den betreffenden Empfänger bestimmt ist, die Blutgruppe des FFP/GFP (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers entspricht oder zumindest kompatibel ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Darüber hinaus müssen das Verfallsdatum und die Unversehrtheit des Blutbehältnisses überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine serologische Verträglichkeitsprobe entfällt. Eine AB0-Kontrolle beim Patienten (Bedside-Test) ist jedoch unbedingt erforderlich. Der Rhesusfaktor bleibt bei Plasmatransfusionen unberücksichtigt. Eine Immunisierung ist mit Bildung von Anti-D-Antikörpern in seltenen Fällen durch die Erythrozytenreste im Plasma jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion des FFP/GFP erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170 - 230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere FFP/GFP verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnete („angestochene“) FFP/GFP sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Dem FFP/GFP dürfen keine Medikamente zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen. Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restplasma und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 6 °C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. TPZ, PTT) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
Das an der UEK Aurich-Norden üblicherweise verwendete FFP/GFP ist quarantänegelagertes Plasma vom Einzelspender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volumina pro Transfusionseinheit liegen zwischen 200 - 250 ml (einschließlich Antikoagulanzlösung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
In gefrorenem Frischplasma sind alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthalten, deren Aktivität bei konstanter Lagerungstemperatur (&amp;lt;- 30°C) entsprechend der ausgewiesenen Haltbarkeitsdauer des Präparates erhalten bleibt. Die Präparate müssen zumindest Raumtemperatur erreichen, damit die (pharmakologisch aktiven) Gerinnungsfaktoren in Lösung gehen. Die Beutel sind gewissenhaft auf Folienrisse zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und nach den Ergebnissen gerinnungs-physiologischer Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Faustregel zur Dosierung:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1 ml FFP/GFP /kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 - 2%&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d.h. 1 FFP/GFP (200 ml) erhöht die TPZ bei einem 70 kg-Patienten nur um ca. 4 %.&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;FFP/GFP sollte schnell infundiert werden. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 - 4 FFP/GFP -Einheiten erforderlich. Eine Volumenüberlastung ist zu vermeiden. Werden mehr als 50 ml/min beim Erwachsenen appliziert, ist eine zusätzliche Kalziumgabe erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Grundsätzlich sollten blutungsbedingte Gerinnungsstörungen allerdings gezielt therapiert werden!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;u&amp;gt;Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP:&amp;lt;/u&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Volumenbelastung, Zitratintoxikation&lt;br /&gt;
# allergische bzw. anaphylaktoide Reaktionen&lt;br /&gt;
# transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom) (häufigste und gefährlichste unerwünschte Wirkung!)&lt;br /&gt;
# Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ [https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/arzneimittelsicherheit-node.html Arzneimittelsicherheit - Paul-Ehrlich-Institut] ]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=355</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=355"/>
		<updated>2025-02-24T09:53:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das FFP/GFP für den betreffenden Empfänger bestimmt ist, die Blutgruppe des FFP/GFP (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers entspricht oder zumindest kompatibel ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Darüber hinaus müssen das Verfallsdatum und die Unversehrtheit des Blutbehältnisses überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine serologische Verträglichkeitsprobe entfällt. Eine AB0-Kontrolle beim Patienten (Bedside-Test) ist jedoch unbedingt erforderlich. Der Rhesusfaktor bleibt bei Plasmatransfusionen unberücksichtigt. Eine Immunisierung ist mit Bildung von Anti-D-Antikörpern in seltenen Fällen durch die Erythrozytenreste im Plasma jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion des FFP/GFP erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170 - 230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere FFP/GFP verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnete („angestochene“) FFP/GFP sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Dem FFP/GFP dürfen keine Medikamente zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen. Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restplasma und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 6 °C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. TPZ, PTT) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
Das an der UEK Aurich-Norden üblicherweise verwendete FFP/GFP ist quarantänegelagertes Plasma vom Einzelspender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volumina pro Transfusionseinheit liegen zwischen 200 - 250 ml (einschließlich Antikoagulanzlösung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
In gefrorenem Frischplasma sind alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthalten, deren Aktivität bei konstanter Lagerungstemperatur (&amp;lt;- 30°C) entsprechend der ausgewiesenen Haltbarkeitsdauer des Präparates erhalten bleibt. Die Präparate müssen zumindest Raumtemperatur erreichen, damit die (pharmakologisch aktiven) Gerinnungsfaktoren in Lösung gehen. Die Beutel sind gewissenhaft auf Folienrisse zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und nach den Ergebnissen gerinnungs-physiologischer Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Faustregel zur Dosierung:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1 ml FFP/GFP /kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 - 2%&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d.h. 1 FFP/GFP (200 ml) erhöht die TPZ bei einem 70 kg-Patienten nur um ca. 4 %.&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;FFP/GFP sollte schnell infundiert werden. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 - 4 FFP/GFP -Einheiten erforderlich. Eine Volumenüberlastung ist zu vermeiden. Werden mehr als 50 ml/min beim Erwachsenen appliziert, ist eine zusätzliche Kalziumgabe erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Grundsätzlich sollten blutungsbedingte Gerinnungsstörungen allerdings gezielt therapiert werden!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP: ===&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Volumenbelastung, Zitratintoxikation&lt;br /&gt;
# allergische bzw. anaphylaktoide Reaktionen&lt;br /&gt;
# transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom) (häufigste und gefährlichste unerwünschte Wirkung!)&lt;br /&gt;
# Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/arzneimittelsicherheit-node.html | Arzneimittelsicherheit - Paul-Ehrlich-Institut ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=354</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
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		<updated>2025-02-24T09:52:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das FFP/GFP für den betreffenden Empfänger bestimmt ist, die Blutgruppe des FFP/GFP (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers entspricht oder zumindest kompatibel ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Darüber hinaus müssen das Verfallsdatum und die Unversehrtheit des Blutbehältnisses überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine serologische Verträglichkeitsprobe entfällt. Eine AB0-Kontrolle beim Patienten (Bedside-Test) ist jedoch unbedingt erforderlich. Der Rhesusfaktor bleibt bei Plasmatransfusionen unberücksichtigt. Eine Immunisierung ist mit Bildung von Anti-D-Antikörpern in seltenen Fällen durch die Erythrozytenreste im Plasma jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion des FFP/GFP erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170 - 230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere FFP/GFP verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnete („angestochene“) FFP/GFP sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Dem FFP/GFP dürfen keine Medikamente zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen. Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restplasma und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 6 °C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. TPZ, PTT) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
Das an der UEK Aurich-Norden üblicherweise verwendete FFP/GFP ist quarantänegelagertes Plasma vom Einzelspender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volumina pro Transfusionseinheit liegen zwischen 200 - 250 ml (einschließlich Antikoagulanzlösung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
In gefrorenem Frischplasma sind alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthalten, deren Aktivität bei konstanter Lagerungstemperatur (&amp;lt;- 30°C) entsprechend der ausgewiesenen Haltbarkeitsdauer des Präparates erhalten bleibt. Die Präparate müssen zumindest Raumtemperatur erreichen, damit die (pharmakologisch aktiven) Gerinnungsfaktoren in Lösung gehen. Die Beutel sind gewissenhaft auf Folienrisse zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und nach den Ergebnissen gerinnungs-physiologischer Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Faustregel zur Dosierung:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1 ml FFP/GFP /kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 - 2%&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d.h. 1 FFP/GFP (200 ml) erhöht die TPZ bei einem 70 kg-Patienten nur um ca. 4 %.&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;FFP/GFP sollte schnell infundiert werden. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 - 4 FFP/GFP -Einheiten erforderlich. Eine Volumenüberlastung ist zu vermeiden. Werden mehr als 50 ml/min beim Erwachsenen appliziert, ist eine zusätzliche Kalziumgabe erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Grundsätzlich sollten blutungsbedingte Gerinnungsstörungen allerdings gezielt therapiert werden!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von FFP/GFP: ===&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Volumenbelastung, Zitratintoxikation&lt;br /&gt;
# allergische bzw. anaphylaktoide Reaktionen&lt;br /&gt;
# transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom) (häufigste und gefährlichste unerwünschte Wirkung!)&lt;br /&gt;
# Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arzneimittelsicherheit - Paul-Ehrlich-Institut | https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit/arzneimittelsicherheit-node.html]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=353</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=353"/>
		<updated>2025-02-24T09:50:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Transfusion hat der transfundierende Arzt persönlich zu überprüfen, ob das FFP/GFP für den betreffenden Empfänger bestimmt ist, die Blutgruppe des FFP/GFP (Konservenetikett) dem Blutgruppenbefund des Empfängers entspricht oder zumindest kompatibel ist und die Konservennummer mit den Angaben im Begleitschein übereinstimmt. Darüber hinaus müssen das Verfallsdatum und die Unversehrtheit des Blutbehältnisses überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine serologische Verträglichkeitsprobe entfällt. Eine AB0-Kontrolle beim Patienten (Bedside-Test) ist jedoch unbedingt erforderlich. Der Rhesusfaktor bleibt bei Plasmatransfusionen unberücksichtigt. Eine Immunisierung ist mit Bildung von Anti-D-Antikörpern in seltenen Fällen durch die Erythrozytenreste im Plasma jedoch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transfusion des FFP/GFP erfolgt über ein Transfusionsgerät mit Standardfilter (Porengröße 170 - 230 μm) möglichst über einen eigenen venösen Zugang. Über ein Transfusionsgerät, das maximal 6 Stunden gebraucht werden darf, können mehrere FFP/GFP verabreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eröffnete („angestochene“) FFP/GFP sind innerhalb von 6 Stunden zu transfundieren. Dem FFP/GFP dürfen keine Medikamente zugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung der Transfusion von Blutkomponenten erfolgt immer durch den transfundierenden Arzt. Während und nach der Transfusion ist für eine geeignete Überwachung des Patienten zu sorgen. Nach Beendigung der Transfusion ist das Behältnis mit dem Restplasma und dem Transfusionsbesteck steril abzuklemmen und 24 Stunden bei 2 – 6 °C aufzubewahren. Anschließend wird es als Hausmüll entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anwendungsbezogenen Wirkungen sind durch geeignete Parameter (z.B. TPZ, PTT) zu überprüfen. Unerwünschte Wirkungen sind im Krankenblatt zu dokumentieren und ggf. zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präparatespezifikation ==&lt;br /&gt;
Das an der UEK Aurich-Norden üblicherweise verwendete FFP/GFP ist quarantänegelagertes Plasma vom Einzelspender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volumina pro Transfusionseinheit liegen zwischen 200 - 250 ml (einschließlich Antikoagulanzlösung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dosierung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
In gefrorenem Frischplasma sind alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthalten, deren Aktivität bei konstanter Lagerungstemperatur (&amp;lt;- 30°C) entsprechend der ausgewiesenen Haltbarkeitsdauer des Präparates erhalten bleibt. Die Präparate müssen zumindest Raumtemperatur erreichen, damit die (pharmakologisch aktiven) Gerinnungsfaktoren in Lösung gehen. Die Beutel sind gewissenhaft auf Folienrisse zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und nach den Ergebnissen gerinnungs-physiologischer Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Faustregel zur Dosierung:&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;1 ml FFP/GFP /kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 - 2%&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d.h. 1 FFP/GFP (200 ml) erhöht die TPZ bei einem 70 kg-Patienten nur um ca. 4 %.&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;FFP/GFP sollte schnell infundiert werden. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 - 4 FFP/GFP -Einheiten erforderlich. Eine Volumenüberlastung ist zu vermeiden. Werden mehr als 50 ml/min beim Erwachsenen appliziert, ist eine zusätzliche Kalziumgabe erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Grundsätzlich sollten blutungsbedingte Gerinnungsstörungen allerdings gezielt therapiert werden!&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=352</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=352"/>
		<updated>2025-02-24T09:46:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerung ==&lt;br /&gt;
FFP/GFP wird im Blutdepot bei &amp;lt; -30 °C bis zum Ende der Haltbarkeitsdauer gelagert und ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitung der Transfusion ==&lt;br /&gt;
Auch für die Transfusion von FFP/GFP sind die Regeln der ärztlichen Aufklärungspflicht zu beachten (siehe Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht vor der Transfusion von Blutkomponenten und Plasmaderivaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FFP/GFP dürfen erst unmittelbar vor der Transfusion aufgetaut werden. Falls die Frischplasmen in eine Plastikumhüllung eingeschweißt sind, ist diese beim Auftauen zu belassen und erst danach zu entfernen. Bei Rissen im Plasmabeutel wird sonst das Auftaugerät kontaminiert. Das Auftauen erfolgt an den entsprechenden Standorten der Erwärmungsgeräte und zwar- im OP bzw. auf der Intensivstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen sich beim Auftauvorgang Defekte des Plasmabeutels heraus (Plasma läuft zwischen Beutel und Umhüllung), ist der Plasmabeutel mit seiner Umhüllung über das Blutdepot der Klinik zwecks Chargen-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation in der EDV an den Blutspendedienst Oldenburg/Bremen zurückzuschicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftauvorgang im Blutdepot dauert für 2 FFP/GFP 20 - 30 min. Werden mehr als 2 FFP/GFP benötigt, verlängert sich die Auftauzeit entsprechend. Verzögert sich die Transfusion, so sind die FFP/GFP bei + 2 - 6 °C im Kühlschrank zu lagern, wobei es mit zunehmender Lagerzeit zu Qualitätsverlusten kommt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TP, bei denen der Beutel undicht ist oder die nicht transfundiert wurden, sind in jedem Fall zur Chargendokumentation und sicheren Entsorgung an das Blutdepot zurückzugeben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%; color:red;&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;→ Auftauen im offenen Wasserbad ist verboten („Kunstfehler“)!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Aufgetaute Frischplasmen sind unverzüglich zu transfundieren!&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=351</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=351"/>
		<updated>2025-02-24T09:42:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Bestrahlung von FFP/GFP zur Vermeidung einer GvHD ist nach den Querschnitts-Leitlinien nicht mehr indiziert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=350</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
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		<updated>2025-02-24T09:42:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Bereitstellung von FFP/GFP setzt voraus, dass die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Nur im äußersten Notfall darf, bis die Blutgruppe bestimmt ist, FFP/GFP der &#039;&#039;&#039;Blutgruppe AB (=Universalplasma)&#039;&#039;&#039; transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutkomponenten sind &#039;&#039;&#039;verschreibungspflichtige&#039;&#039;&#039; Arzneimittel. Die Anforderung von FFP/GFP im Blutdepot erfolgt für jeden Empfänger schriftlich (mit Arztunterschrift!) unter Angabe der klinischen Diagnose, der zeitlichen Dringlichkeit sowie des vorgesehenen Transfusionstermins durch den zuständigen Arzt. Stehen autologe FFP/GFP bereit, hat der zuständige Arzt dafür Sorge zu tragen, dass diese zuerst angefordert und transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl der FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ==&lt;br /&gt;
Die Auswahl geeigneter FFP/GFP erfolgt durch das Blutdepot. Nach Möglichkeit sollte AB0-gleich transfundiert werden. Bei Mangel an entsprechenden FFP/GFP (z.B. der Blutgruppe 0) können unbedenklich AB0-ungleiche, aber kompatible FFP/GFP (z.B. A oder B) transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Kompatibilität aber nicht wie bei den Erythrozytenkonzentraten von den Blutgruppenantigenen, sondern von den im Plasma enthaltenen Isoagglutininen (Anti-A und/oder Anti-B) beeinflusst wird, gelten für die Kompatibilität andere Regeln als für Erythrozytenkonzentrate!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verträglichkeit AB0-ungleicher Frischplasmen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Blutgruppe des Patienten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|AB&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;erlaubte Blutgruppe des gefrorenen Frischplasmas&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|A oder B&lt;br /&gt;
|B oder 0&lt;br /&gt;
|AB, A, B oder 0&lt;br /&gt;
|0&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=349</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
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		<updated>2025-02-24T09:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Dienstanweisung Transfusion FFP“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
=== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Transfusion_FFP&amp;diff=348</id>
		<title>Dienstanweisung Transfusion FFP</title>
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		<updated>2025-02-24T09:40:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; __TOC__ === Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ===“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
=== Anforderung von FFP/GFP (= TP Therapeutisches Plasma) ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Transfusionshandbuch&amp;diff=347</id>
		<title>Transfusionshandbuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Transfusionshandbuch&amp;diff=347"/>
		<updated>2025-02-24T09:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transfusionshandbuch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zur [[Hauptseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier entsteht aktuell die online Version des Transfusionshandbuchs der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich (UEK Aurich) sowie des regionalen Gesundheitszentrums Norden (RGZ Norden).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Einleitung | Einleitung]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Organisationsstrukturen | Zuständigkeiten und Organisationsstrukturen]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen | Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht von Blutkomponenten und Plasmaderivaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Anforderung | Dienstanweisung zur Anforderung von Blut- und Plasmapräparaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Lagerung | Dienstanweisung zur Lagerung und Transport von Blutprodukten ]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Geräte | Dienstanweisung zu Einsatz und Überwachung von Geräten bei der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Transfusion FFP | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von gefrorenem Frischplasma (GFP oder FFP = TP Therapeutisches Plasma)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=346</id>
		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=346"/>
		<updated>2025-02-24T09:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von EK */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst anschließend wird auf Blutpräparate umgestellt, die der AB0-Blutgruppe und dem Rhesusfaktor D des Empfängers entsprechen. Dieses Vorgehen ist auch dann erforderlich, wenn die Blutgruppe in einem auswärtigen Labor bestimmt wurde oder auf Dokumenten vermerkt ist (z.B. Mutterpass).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da EK mit additiver Lösung nur einen sehr geringen Plasmaanteil aufweisen, darf auch nach Transfusion von mehreren „0 Rh-D-negativen“ Präparaten wieder auf die patienteneigene Blutgruppe übergegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Abweichen von diesem Vorgehen ist nur sinnvoll, wenn eine Blutgruppenkonstellation dokumentiert ist, bei der Erythrozyten der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ inkompatibel wären (zum Beispiel bei Patienten mit einem bekannten antierythrozytären Alloantikörper Anti-c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Dringlichkeit wird unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Lebensgefahr → Transfusion ohne Bg-Bestimmung und ungekreuzt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Entnahme für Blutbild einschließlich Thrombozyten, Gerinnung, Elektrolyte, Kreatinin, AB0-Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest, Kreuzprobe&lt;br /&gt;
#* Prüfen, ob Antikörper bekannt sind. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl früherer Transfusionen und Schwangerschaften.&lt;br /&gt;
#* Bis 4 Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0, möglichst Rh-negativ (außer bei bekannten Antikörpern gegen Rh-c oder Rh-e), ungekreuzte Ausgabe, TP der Blutgruppe AB. Diese 4 0 Rhesus-D-negativen Blutkonserven stehen im Blutdepot bereit.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
#* Trotz Blutgruppe 0 Rh-D-negativ sind im Einzelfall schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Notfall → Transfusion in etwa 20-30 min erforderlich, blutgruppengleich ungekreuzt,&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* reguläre AB0-Rh-Bestimmung&lt;br /&gt;
#* 2-10 nach Anforderung Erythrozytenkonzentrate AB0-Rh-D-gleich bzw. kompatibel, ungekreuzt vorab ausgeliefert&lt;br /&gt;
#* TP AB0-gleich&lt;br /&gt;
#* Im Einzelfall sind wegen fehlender Antikörpersuche und Verträglichkeitsprobe schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Transfusion ab 60 min. erforderlich/ Routine → regulär mit Verträglichkeitsprobe&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Antikörpersuchtest vom Empfänger in Standardmethode, möglichst mit Serum der ersten Blutprobe&lt;br /&gt;
#* Erythrozytenkonzentrate AB0-Rh-gleich bzw. kompatibel, gekreuzt mit Standardkreuzprobe&lt;br /&gt;
#* GFP AB0-gleich&lt;br /&gt;
#* AB -Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
Alle serologischen Untersuchungen müssen im immunhämatologischen Labor nachträglich unverzüglich durchgeführt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Massivtransfusionen besteht die Gefahr der Unterkühlung des Patienten, so dass spezielle Blutwärmgeräte eingesetzt werden sollten. Die Gefahr einer Hypocalciämie besteht heute bei der alleinigen Transfusion von Erythrozytenkonzentraten in additiver Lösung nicht mehr. Eine Calciumgabe ist nur bei der mehrfachen Gabe von gefrorenem Frischplasma, das als gerinnungshemmendes Mittel Citrat enthält, notwendig. Bei mehr als 3 Plasmakonserven á 300 ml in 30 Minuten kann eine Calciumsubstitution notwendig werden (z.B. 10 ml 10%iges Ca-Glukonat pro 1000 ml Plasma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von EK ==&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* febrile, nicht-hämolytische Transfusionsreaktionen&lt;br /&gt;
* urtikarielle Hautreaktionen (Weiterführung der Transfusion u.U. möglich)&lt;br /&gt;
* hämolytische Sofortreaktion oder verzögerte hämolytische Reaktionen&lt;br /&gt;
* posttransfusionelle Purpura&lt;br /&gt;
* transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom)&lt;br /&gt;
* Graft-versus-Host-Reaktionen&lt;br /&gt;
* anaphylaktische Reaktionen (fast nur bei angeborenem IgA-Mangel)&lt;br /&gt;
* Zitratintoxikation, Hypervolämie, Hypothermie, Hyperkaliämie, sekundäre Hämosiderose&lt;br /&gt;
* Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV, Malaria, Y. enterocolitica, T. pallidum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chargendokumentation ==&lt;br /&gt;
Siehe auch [[Dienstanweisungen Dokumentation| Kapitel 8 Dienstanweisung zur Dokumentation von Blutprodukten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummern der transfundierten EK sind zusammen mit dem Transfusionsdatum in die Krankenakte einzutragen (=patientenbezogene Chargendokumentation). Die produktbezogene Chargendokumentation erfolgt durch das Blutdepot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausnahmesituation Notfallblutdepot Norden ==&lt;br /&gt;
Mit Schließung des Labors der UEK Norden und Umwandlung in ein reines POCT Labor wird auch das Notfallblutdepot Norden geschlossen. Die Versorgung von Patienten in Norden mit Blutpräparaten erfolgt analog der Versorgung der Patienten innerhalb der UEK Aurich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=345</id>
		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=345"/>
		<updated>2025-02-24T09:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst anschließend wird auf Blutpräparate umgestellt, die der AB0-Blutgruppe und dem Rhesusfaktor D des Empfängers entsprechen. Dieses Vorgehen ist auch dann erforderlich, wenn die Blutgruppe in einem auswärtigen Labor bestimmt wurde oder auf Dokumenten vermerkt ist (z.B. Mutterpass).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da EK mit additiver Lösung nur einen sehr geringen Plasmaanteil aufweisen, darf auch nach Transfusion von mehreren „0 Rh-D-negativen“ Präparaten wieder auf die patienteneigene Blutgruppe übergegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Abweichen von diesem Vorgehen ist nur sinnvoll, wenn eine Blutgruppenkonstellation dokumentiert ist, bei der Erythrozyten der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ inkompatibel wären (zum Beispiel bei Patienten mit einem bekannten antierythrozytären Alloantikörper Anti-c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Dringlichkeit wird unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Lebensgefahr → Transfusion ohne Bg-Bestimmung und ungekreuzt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Entnahme für Blutbild einschließlich Thrombozyten, Gerinnung, Elektrolyte, Kreatinin, AB0-Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest, Kreuzprobe&lt;br /&gt;
#* Prüfen, ob Antikörper bekannt sind. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl früherer Transfusionen und Schwangerschaften.&lt;br /&gt;
#* Bis 4 Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0, möglichst Rh-negativ (außer bei bekannten Antikörpern gegen Rh-c oder Rh-e), ungekreuzte Ausgabe, TP der Blutgruppe AB. Diese 4 0 Rhesus-D-negativen Blutkonserven stehen im Blutdepot bereit.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
#* Trotz Blutgruppe 0 Rh-D-negativ sind im Einzelfall schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Notfall → Transfusion in etwa 20-30 min erforderlich, blutgruppengleich ungekreuzt,&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* reguläre AB0-Rh-Bestimmung&lt;br /&gt;
#* 2-10 nach Anforderung Erythrozytenkonzentrate AB0-Rh-D-gleich bzw. kompatibel, ungekreuzt vorab ausgeliefert&lt;br /&gt;
#* TP AB0-gleich&lt;br /&gt;
#* Im Einzelfall sind wegen fehlender Antikörpersuche und Verträglichkeitsprobe schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Transfusion ab 60 min. erforderlich/ Routine → regulär mit Verträglichkeitsprobe&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Antikörpersuchtest vom Empfänger in Standardmethode, möglichst mit Serum der ersten Blutprobe&lt;br /&gt;
#* Erythrozytenkonzentrate AB0-Rh-gleich bzw. kompatibel, gekreuzt mit Standardkreuzprobe&lt;br /&gt;
#* GFP AB0-gleich&lt;br /&gt;
#* AB -Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
Alle serologischen Untersuchungen müssen im immunhämatologischen Labor nachträglich unverzüglich durchgeführt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Massivtransfusionen besteht die Gefahr der Unterkühlung des Patienten, so dass spezielle Blutwärmgeräte eingesetzt werden sollten. Die Gefahr einer Hypocalciämie besteht heute bei der alleinigen Transfusion von Erythrozytenkonzentraten in additiver Lösung nicht mehr. Eine Calciumgabe ist nur bei der mehrfachen Gabe von gefrorenem Frischplasma, das als gerinnungshemmendes Mittel Citrat enthält, notwendig. Bei mehr als 3 Plasmakonserven á 300 ml in 30 Minuten kann eine Calciumsubstitution notwendig werden (z.B. 10 ml 10%iges Ca-Glukonat pro 1000 ml Plasma).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen nach Transfusion von EK ==&lt;br /&gt;
Folgende unerwünschte Wirkungen können auftreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* febrile, nicht-hämolytische Transfusionsreaktionen&lt;br /&gt;
* urtikarielle Hautreaktionen (Weiterführung der Transfusion u.U. möglich)&lt;br /&gt;
* hämolytische Sofortreaktion oder verzögerte hämolytische Reaktionen&lt;br /&gt;
* posttransfusionelle Purpura&lt;br /&gt;
* transfusionsinduzierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI-Syndrom)&lt;br /&gt;
* Graft-versus-Host-Reaktionen&lt;br /&gt;
* anaphylaktische Reaktionen (fast nur bei angeborenem IgA-Mangel)&lt;br /&gt;
* Zitratintoxikation, Hypervolämie, Hypothermie, Hyperkaliämie, sekundäre Hämosiderose&lt;br /&gt;
* Übertragung von Infektionserregern (HBV, HCV, CMV, HIV, Malaria, Y. enterocolitica, T. pallidum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chargendokumentation ==&lt;br /&gt;
Siehe auch [[Dienstanweisungen Dokumentation | Kapitel 8 Dienstanweisung zur Dokumentation von Blutprodukten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummern der transfundierten EK sind zusammen mit dem Transfusionsdatum in die Krankenakte einzutragen (=patientenbezogene Chargendokumentation). Die produktbezogene Chargendokumentation erfolgt durch das Blutdepot.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=344</id>
		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=344"/>
		<updated>2025-02-24T09:33:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zum [[Transfusionshandbuch| Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst anschließend wird auf Blutpräparate umgestellt, die der AB0-Blutgruppe und dem Rhesusfaktor D des Empfängers entsprechen. Dieses Vorgehen ist auch dann erforderlich, wenn die Blutgruppe in einem auswärtigen Labor bestimmt wurde oder auf Dokumenten vermerkt ist (z.B. Mutterpass).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da EK mit additiver Lösung nur einen sehr geringen Plasmaanteil aufweisen, darf auch nach Transfusion von mehreren „0 Rh-D-negativen“ Präparaten wieder auf die patienteneigene Blutgruppe übergegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Abweichen von diesem Vorgehen ist nur sinnvoll, wenn eine Blutgruppenkonstellation dokumentiert ist, bei der Erythrozyten der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ inkompatibel wären (zum Beispiel bei Patienten mit einem bekannten antierythrozytären Alloantikörper Anti-c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Dringlichkeit wird unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Lebensgefahr → Transfusion ohne Bg-Bestimmung und ungekreuzt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Entnahme für Blutbild einschließlich Thrombozyten, Gerinnung, Elektrolyte, Kreatinin, AB0-Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest, Kreuzprobe&lt;br /&gt;
#* Prüfen, ob Antikörper bekannt sind. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl früherer Transfusionen und Schwangerschaften.&lt;br /&gt;
#* Bis 4 Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0, möglichst Rh-negativ (außer bei bekannten Antikörpern gegen Rh-c oder Rh-e), ungekreuzte Ausgabe, TP der Blutgruppe AB. Diese 4 0 Rhesus-D-negativen Blutkonserven stehen im Blutdepot bereit.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
#* Trotz Blutgruppe 0 Rh-D-negativ sind im Einzelfall schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Notfall → Transfusion in etwa 20-30 min erforderlich, blutgruppengleich ungekreuzt,&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* reguläre AB0-Rh-Bestimmung&lt;br /&gt;
#* 2-10 nach Anforderung Erythrozytenkonzentrate AB0-Rh-D-gleich bzw. kompatibel, ungekreuzt vorab ausgeliefert&lt;br /&gt;
#* TP AB0-gleich&lt;br /&gt;
#* Im Einzelfall sind wegen fehlender Antikörpersuche und Verträglichkeitsprobe schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Transfusion ab 60 min. erforderlich/ Routine → regulär mit Verträglichkeitsprobe&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=343</id>
		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
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		<updated>2025-02-24T09:31:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst anschließend wird auf Blutpräparate umgestellt, die der AB0-Blutgruppe und dem Rhesusfaktor D des Empfängers entsprechen. Dieses Vorgehen ist auch dann erforderlich, wenn die Blutgruppe in einem auswärtigen Labor bestimmt wurde oder auf Dokumenten vermerkt ist (z.B. Mutterpass).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da EK mit additiver Lösung nur einen sehr geringen Plasmaanteil aufweisen, darf auch nach Transfusion von mehreren „0 Rh-D-negativen“ Präparaten wieder auf die patienteneigene Blutgruppe übergegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Abweichen von diesem Vorgehen ist nur sinnvoll, wenn eine Blutgruppenkonstellation dokumentiert ist, bei der Erythrozyten der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ inkompatibel wären (zum Beispiel bei Patienten mit einem bekannten antierythrozytären Alloantikörper Anti-c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Dringlichkeit wird unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Lebensgefahr → Transfusion ohne Bg-Bestimmung und ungekreuzt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Entnahme für Blutbild einschließlich Thrombozyten, Gerinnung, Elektrolyte, Kreatinin, AB0-Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest, Kreuzprobe&lt;br /&gt;
#* Prüfen, ob Antikörper bekannt sind. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl früherer Transfusionen und Schwangerschaften.&lt;br /&gt;
#* Bis 4 Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0, möglichst Rh-negativ (außer bei bekannten Antikörpern gegen Rh-c oder Rh-e), ungekreuzte Ausgabe, TP der Blutgruppe AB. Diese 4 0 Rhesus-D-negativen Blutkonserven stehen im Blutdepot bereit.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
#* Trotz Blutgruppe 0 Rh-D-negativ sind im Einzelfall schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Notfall → Transfusion in etwa 20-30 min erforderlich, blutgruppengleich ungekreuzt,&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=342</id>
		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
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		<updated>2025-02-24T09:31:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst anschließend wird auf Blutpräparate umgestellt, die der AB0-Blutgruppe und dem Rhesusfaktor D des Empfängers entsprechen. Dieses Vorgehen ist auch dann erforderlich, wenn die Blutgruppe in einem auswärtigen Labor bestimmt wurde oder auf Dokumenten vermerkt ist (z.B. Mutterpass).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da EK mit additiver Lösung nur einen sehr geringen Plasmaanteil aufweisen, darf auch nach Transfusion von mehreren „0 Rh-D-negativen“ Präparaten wieder auf die patienteneigene Blutgruppe übergegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Abweichen von diesem Vorgehen ist nur sinnvoll, wenn eine Blutgruppenkonstellation dokumentiert ist, bei der Erythrozyten der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ inkompatibel wären (zum Beispiel bei Patienten mit einem bekannten antierythrozytären Alloantikörper Anti-c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Dringlichkeit wird unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Lebensgefahr → Transfusion ohne Bg-Bestimmung und ungekreuzt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Entnahme für Blutbild einschließlich Thrombozyten, Gerinnung, Elektrolyte, Kreatinin, AB0-Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest, Kreuzprobe&lt;br /&gt;
#* Prüfen, ob Antikörper bekannt sind. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl früherer Transfusionen und Schwangerschaften.&lt;br /&gt;
#* Bis 4 Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0, möglichst Rh-negativ (außer bei bekannten Antikörpern gegen Rh-c oder Rh-e), ungekreuzte Ausgabe, TP der Blutgruppe AB. Diese 4 0 Rhesus-D-negativen Blutkonserven stehen im Blutdepot bereit.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
#* Trotz Blutgruppe 0 Rh-D-negativ sind im Einzelfall schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Notfall → Transfusion in etwa 20-30 min erforderlich, blutgruppengleich ungekreuzt,&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
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		<updated>2025-02-24T09:30:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
transfundiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst anschließend wird auf Blutpräparate umgestellt, die der AB0-Blutgruppe und dem Rhesusfaktor D des Empfängers entsprechen. Dieses Vorgehen ist auch dann erforderlich, wenn die Blutgruppe in einem auswärtigen Labor bestimmt wurde oder auf Dokumenten vermerkt ist (z.B. Mutterpass).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da EK mit additiver Lösung nur einen sehr geringen Plasmaanteil aufweisen, darf auch nach Transfusion von mehreren „0 Rh-D-negativen“ Präparaten wieder auf die patienteneigene Blutgruppe übergegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Abweichen von diesem Vorgehen ist nur sinnvoll, wenn eine Blutgruppenkonstellation dokumentiert ist, bei der Erythrozyten der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ inkompatibel wären (zum Beispiel bei Patienten mit einem bekannten antierythrozytären Alloantikörper Anti-c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Dringlichkeit wird unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Lebensgefahr → Transfusion ohne Bg-Bestimmung und ungekreuzt&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Entnahme für Blutbild einschließlich Thrombozyten, Gerinnung, Elektrolyte, Kreatinin, AB0-Rh-Bestimmung, Antikörpersuchtest, Kreuzprobe&lt;br /&gt;
#* Prüfen, ob Antikörper bekannt sind. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Anzahl früherer Transfusionen und Schwangerschaften.&lt;br /&gt;
#* Bis 4 Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0, möglichst Rh-negativ (außer bei bekannten Antikörpern gegen Rh-c oder Rh-e), ungekreuzte Ausgabe, TP der Blutgruppe AB. Diese 4 0 Rhesus-D-negativen Blutkonserven stehen im Blutdepot bereit.&lt;br /&gt;
#* AB0-Bedside-Test vom Patientenblut&lt;br /&gt;
#* Trotz Blutgruppe 0 Rh-D-negativ sind im Einzelfall schwere Transfusionsreaktionen durch irreguläre erythrozytäre Antikörper möglich.&lt;br /&gt;
# &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;Notfall → Transfusion in etwa 20-30 min erforderlich, blutgruppengleich ungekreuzt,&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
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		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://transfusionshandbuch.de/index.php?title=Dienstanweisung_Notfalltransfusion&amp;diff=340"/>
		<updated>2025-02-24T09:24:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; | Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
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		<updated>2025-02-24T09:24:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Eine Transfusion, die keinen zeitlichen Aufschub oder keine Zeit für vorbereitende Untersuchungen zulässt, rechtfertigt die Bezeichnung „Notfalltransfusion“. Die Anforderung für eine Notfalltransfusion muss prinzipiell schriftlich und telefonisch erfolgen. Aus einer Notsituation heraus kann aber die Anforderung zunächst nur telefonisch erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Risiken einer vitalen Bedrohung des Patienten einerseits und der Transfusion ohne entsprechende Voruntersuchungen andererseits werden vom transfundierenden Arzt in die Entscheidung zur Notfalltransfusion einbezogen und verantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Kreuzprobenblut muss vor Beginn der Transfusion abgenommen und ins Blutdepot geschickt werden. Mit der Transfusion darf erst nach der AB0-Identitätsbestimmung („Bedside-Test“) begonnen werden.&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Das Vorliegen des Ergebnisses der Kreuzprobe erhöht die Sicherheit, da mögliche Probleme im Vorfeld besser erkannt werden. In Einzelfällen kann auf das Ergebnis der Kreuzprobe nicht gewartet werden, was nach den Richtlinien zulässig ist. Eine eindeutige Zuordnung von Konserven zum Patienten muss aber auch in diesen Fällen gewährleistet werden, auch wenn die Patientendaten unbekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Blutgruppe des Patienten im Blutdepot nicht bekannt, sollten bis zum Vorliegen der Blutgruppenbestimmung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;{| style=&amp;quot;border: 1px solid #ff0000; border-left: 10px solid #ff0000; background: #fbfbfb;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding: 0.25em 0.5em; width: 100%;&amp;quot; Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rhesus-D negativ (ccddee) und Plasma der Blutgruppe AB&lt;br /&gt;
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		<title>Dienstanweisung Notfalltransfusion</title>
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		<updated>2025-02-24T09:23:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schützte „Dienstanweisung Notfalltransfusion“ ([Bearbeiten=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt) [Verschieben=Nur Administratoren erlauben] (unbeschränkt))&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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== Einleitung ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2025-02-24T09:23:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „zurück zum  Inhaltsverzeichnis &amp;lt;br&amp;gt; __TOC__ == Einleitung ==“&lt;/p&gt;
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&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Einleitung ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Transfusionshandbuch</title>
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		<updated>2025-02-24T09:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transfusionshandbuch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zurück zur [[Hauptseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier entsteht aktuell die online Version des Transfusionshandbuchs der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich (UEK Aurich) sowie des regionalen Gesundheitszentrums Norden (RGZ Norden).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transfusionshandbuch==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Vorwort | Vorwort]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen | Dienstanweisung zur Aufklärungspflicht von Blutkomponenten und Plasmaderivaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Anforderung | Dienstanweisung zur Anforderung von Blut- und Plasmapräparaten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Lagerung | Dienstanweisung zur Lagerung und Transport von Blutprodukten ]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Geräte | Dienstanweisung zu Einsatz und Überwachung von Geräten bei der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Dokumentation | Dienstanweisung zur Dokumentation der Anwendung von Blutprodukten]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Entsorgung | Dienstanweisung zur Entsorgung nicht angewendeter Blutprodukte]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Transfusionszwischenfälle | Dienstanweisung zum Vorgehen bei Transfusionszwischenfällen und zur Rückverfolgung (Look back)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Selbstinspektionsprogramm | Dienstanweisung zur Durchführung eines Selbstinspektionsprogrammes]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisungen Durchführung | Dienstanweisung zur Vorbereitung und Durchführung der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EK)]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;[[Dienstanweisung Notfalltransfusion | Dienstanweisung Notfalltransfusion]]&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
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